Nistkästen: So wird ihr Garten zum Winterquartier für Vögel

Nistkästen werden von Vögeln nicht nur als Bruthilfe im Frühling genutzt. Im Winter bieten sie ihnen häufig Schutz vor eisigen Temperaturen. Um den gefiederten Geschöpfen das „Wohnen im Garten“ während der kalten Monate zu erleichtern, können Hobbygärtner einiges tun.

Experten: Kästen schon zum Winterbeginn aufhängen

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) rät, mit dem Aufhängen von Nistkästen im Garten nicht bis zum Frühjahr zu warten, sondern dies bereits zu Beginn des Winters oder im Spätherbst zu tun. Bestehende Kästen sollten ab Herbst nicht mehr gereinigt werden, damit sich dort neue Mieter einquartieren können. Ausnahme: Falls sich alte Eier oder tote Küken im Kasten befinden, müssen sie mitsamt Nest rasch entfernt werden.

So entsteht neuer Platz für Spatzen, Meisen und Co., aber auch für andere Kleintiere wie Haselmäuse, Siebenschläfer oder Fledermäuse. Besonders profitieren aber Vögel von den schützenden Rückzugsorten. „Da sie mit 39 bis 42 Grad eine höhere Körpertemperatur als Säugetiere aufrechterhalten müssen, verbrennen sie im Winter viel Körperfett“, so der NABU. „Eine kalte Nacht auf einem schutzlosen Zweig kann ihnen da manchmal zum Verhängnis werden.“

So richten Sie einen Futterplatz ein

Da ist es gut, wenn ein Nistkasten in der Nähe ist, der vor dem Erfrieren rettet. Bei Zaunkönigen ist sogar schon beobachtet worden, dass sie sich bei Frost in einem Kasten gegenseitig wärmen.

Wer Vögeln darüber hinaus etwas Gutes tun möchte, kann im Garten auch einen Futterplatz einrichten. Dabei sollte man laut NABU auf folgendes achten:

  • Die Fütterzeit reicht von November bis Ende Februar. Wählen Sie Futterspender, bei denen die Tiere nicht im Futter herumlaufen und es mit Kot verschmutzen.
  • Sollte dies bei herkömmlichen Futterspendern doch passieren, reinigen Sie die Futterstelle bitte mit heißem Wasser. Legen Sie täglich nur wenig Futter nach.
  • Platzieren Sie den Futterspender an einer übersichtlichen Stelle, sodass sich keine Katze anschleichen kann.
  • Als Basisfutter eignen sich Sonnenblumenkerne am besten. Freilandfuttermischungen enthalten zusätzlich andere Samen unterschiedlicher Größe.

So helfen sie nicht nur den Tieren in der kalten Jahreszeit, sondern haben auch Freude an einem lebendigen, winterlichen Garten. Weitere Gartentipps finden Sie übrigens unter www.schwaebisch-hall.de.

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