Was ist dran an den Bauernregeln?
Bauernregeln kennt wohl jeder, doch die meisten halten sie nur für lustige Sprüche und messen diesen keine große Bedeutung bei. Doch woher kommen diese Bauernregeln eigentlich? Und steckt wirklich etwas Wahres dahinter?
Es wird ja häufig behauptet, dass die alten Bauernregeln für den Winter schon einen guten Hinweis darauf geben, wie die Ernte im kommenden Jahr ausfallen wird. Und viele Landwirte können die Richtigkeit der Bauernregeln auch immer wieder bestätigen.
Die Entstehung der Bauernregeln
Von vielen werden die Bauernregeln nur als Unfug abgetan, doch es handelt sich nicht um Aberglaube. Bereits zur Zeit der Antike entstanden die ersten Regeln, bei Ausgrabungen kamen Täfelchen aus Ton zu Tage, auf denen man Wetterprognosen verewigt hatte.
Die meisten Bauernregeln, welche das Wetter betreffen, stammen aus dem 13. oder 14. Jahrhundert, man hat über viele Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte das Wetter beobachtet, um dann diese Bauernregeln zu formulieren.
Damals wurden sie entwickelt, damit die Ernte der Bauern möglichst ertragreich ausfällt, und auch heute können sie noch als kleine Orientierungshilfe dienen. Bei manchen Bauernregeln hat man sich an der Witterung orientiertt, dem Wachstum der Pflanzen, dem Verhalten der Tiere oder dem Stand der Sterne.
Nicht alle Bauernregeln können das Wetter für alle Regionen vorhersagen, denn es hängt auch immer davon ab, zu welcher Zeit sie entstanden sind und an welchem Ort. Sprüche, die den Dezember betreffen, können eine gute Prognose für das kommende Erntejahr sein.
Gerne orientiert man sich an den so genannten Raunächten, das sind die zwölf Nächte zwischen Weihnachten und dem 6. Januar. Jede Nacht ist dabei einem Monat im darauffolgenden Jahr zugeordnet, so dass man aus der jeweiligen Witterung eine Prognose für das komplette nächste Jahr ableitet.
Ein paar bekannte Dezember-Bauernregeln:
„Regnet’s an St. Nikolaus, wird der Winter streng und graus.“ „Fallen in der Christnacht Flocken, der Hopfen wird sich gut bestocken.“ „Barbara (also der 4. Dezember) im weißen Kleid verkündet gute Sommerzeit.“ „Ist’s windig in den Weihnachtstagen, werden die Bäume viel Früchte tragen.“


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