Den Gartenboden mit Kalk verbessern

Viele Gartenböden sind einfach zu sauer, deshalb sollte man der Versauerung entgegen wirken. Eine natürliche Möglichkeit ist die Verwendung von Kalk, den mal etwa alle zwei Jahre auf den Gartenboden und die Rasenflächen aufbringen sollte.

Nach dem Winter tut dem Boden etwas Kalk gut © Stefan Körber - Fotolia.com

Nach dem Winter tut dem Boden etwas Kalk gut © Stefan Körber – Fotolia.com

Den pH-Wert kann man ganz einfach selbst mit speziellen Teststreifen ermitteln, diese bekommt man im Fachhandel. Falls der Wert zu niedrig sein sollte, kann man den Boden mit Kalk verbessern.

Pflanzen werden durch den Kalk widerstandsfähiger

Der Gartenboden sollte möglichst einen pH-Wert von 6,5 haben. Falls es sich um einen Lehmboden handelt, ist dieser Wert etwas höher, bei einem reinen Sandboden etwas tiefer. Wie viel Kalk man auf das Erdreich aufbringen sollte, steht auf der Packung, an diese Angaben sollte man sich halten.

Es gibt sogar so genannte Zeigerpflanzen, die dem Hobbygärtner bereits einen Hinweis darauf geben, wie es um den pH-Wert des Bodens bestellt ist. Falls dieser zu niedrig ist, erkennt man dies zum Beispiel daran, dass im Garten Sauerampfer, Ackerspörgel oder die Ackerhungskamille sprießen.

Durch den Gartenkalk werden Boden und die Pflanzen wesentlich besser mit Calcium versorgt, so dass sie Nährstoffe besser aufnehmen können. Dadurch werden sie auch viel robuster und widerstandsfähiger.

Doch der Kalk kommt nicht nur den Pflanzen im Garten zugute, sondern hält auch das Wachstum von Moos in Schach. Außerdem ist in vielen Kalk-Präparaten auch zusätzlich noch Magnesium enthalten, und dieses sorgt bei den Pflanzen für ein besonders sattes  Grün.

Gartenkalk am besten im Frühling einsetzen

Im Handel bekommt man Gartenkalk entweder als Granulat oder als Pulver. Normalerweise streut man den Kalk von Hand gleichmäßig auf den Boden auf, man kann jedoch auch einen Streuwagen dafür benutzen.

Während der Wintermonate wird der Gartenboden feucht und schwer, was es für Pflanzen im Frühjahr schwerer macht, an die Nährstoffe zu gelangen. Aus diesem Grund macht ein Kalken im Frühjahr am meisten Sinn, so kann sich Unkraut auch nicht so leicht verbreiten.

Falls die Kalkgabe im Frühjahr vergessen wurde, kann man dies jedoch auch zu jeder anderen Zeit im Jahr nacholen. Auch im Herbst ist ein Kalken sinnvoll, denn somit kann man der Moosbildung und dem Verfilzen von Rasenflächen vorbeugen.

Bevor man den Kalk verteilt, wird der Boden gut aufgelockert, denn nur so kann das Produkt optimal aufgenommen werden. Bei dieser Gelegenheit sollte man auch Unkraut und abgestorbene Pflanzenteile beseitigen.

Falls man eine Grünfläche mit Kalk versorgen möchte, bietet es sich an, vorher den Untergrund zu vertikutieren, dann wird der Gartenkalk umgehend verteilt. Durch den Kalk werden Nährstoffe im Boden mobilisiert, deshalb sollte man mit dem Düngen noch mindestens vier Wochen warten.

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