Preiselbeeren aus dem eigenen Garten

Preiselbeeren sind eng mit den Heidelbeeren verwandt, sie zählen genau so zu den Heidekrautgewächsen. Momentan sind auch Cranberries in aller Munde, doch es handelt sich dabei nicht um die amerikanische Variante der Preiselbeere, sie sind lediglich Verwandte.

Preiselbeeren sind äußerst pflegeleicht und frosthart

Preiselbeeren sind äußerst pflegeleicht und frosthart

Wenn man Preiselbeeren im Garten anbauen möchte, dann müssen ein paar grundlegende Voraussetzungen erfüllt sein, denn nur dann kann man auch ein gutes Gedeihen und reiche Ernte erwarten. Ist alles optimal vorbereitet, dann sind die Pflanzen jedoch äußerst robust und pflegeleicht.

Unempfindliche Pflanze in vielerlei Hinsicht

Alle Heidekrautgewächse, also auch Heidelbeeren und Preiselbeeren, brauchen für ein gutes Wachstum und die Ausbildung vieler Früchte einen sauren Boden. Wegen eisiger Temperaturen im Winter muss man sich keine Sorgen machen, denn die Pflanzen halten Temperaturen von bis zu minus 22 Grad problemlos aus.

Haben sie bereits ausgetrieben, so kann ein eine kurze Frostperiode mit Temperaturen von etwas unter null Grad keinen Schaden anrichten. Die Preiselbeere ist auch relativ resistent gegenüber Trockenphasen im Sommer, dennoch sollte man die Erde nie komplett austrocknen lassen.

Grundsätzlich sind Preiselbeeren nicht anfällig für Schädlinge, es kann nur ab und an zu einem Pilzbefall kommen, dann sollte man frühzeitig eingreifen.

Preiselbeeren im Garten pflanzen

Beim Anpflanzen der Beeren geht es zunächst um die Auswahl des geeigneten Standortes. Der Boden sollte also leicht sauer sein, ein ph-Wert von 5 bis 6 gilt als ideal. Sollte der ph-Wert höher sein, so kann man eine Verbesserung durch die Beigabe von Moorbeeterde oder Torf erreichen.

Ist der Boden schwer, so kann man ihn mit einem Gemisch aus Kies und Sand auflockern oder man arbeitet etwas Rindenhumus ein. Am besten sucht man einen Platz im Halbschatten aus.

Gepflanzt werden die Sträucher in Reichen mit einem Abstand von jeweils 40 Zentimetern, die immergrünen Sträucher werden nicht sehr hoch, sie erreichen eine Höhe von maximal 40 Zentimetern.

Aufgrund der geringen Höhe kann man die Zwergsträucher auch gut unter hoch wachsenden Bäumen platzieren, so lange sie dort auch etwas Sonne abbekommen.

Die Größe des Pflanzloches sollte zweimal so groß wie der Wurzelballen sein. Um Staunässe zu vermeiden, kann man eine Drainageschicht aus Kies umsetzen. Übrigens: Pflanzt man Preiselbeeren direkt neben Rhododendren, lässt sich der Ernteertrag erhöhen.

Man kann die Preiselbeere zwar ganzjährig pflanzen, idealer Zeitpunkt ist jedoch im September/Oktober, alternativ kann man sie auch im zeitigen Frühjahr im Garten platzieren. Mittlerweile pflanzt man die Preiselbeere gerne etwas tiefer, so wird die Ausbildung neuer Triebe angeregt.

Die richtige Pflege der Preiselbeere

Grundsätzlich sind Preiselbeeren sehr pflegeleicht und genügsam. Sie müssen nur regelmäßig mit Wasser versorgt werden. Da sie keinen Kalk vertragen, sollte man sie nur mit Regenwasser gießen.

Nach der Blütezeit, die im Mai/Juni liegt, sollte man die Pflanzen ein wenig zurückschneiden, denn durch das Auslichten bekommen die Beeren mehr Sonne für die Reifung ab. Die Ernte erfolgt je nach Sorte und Witterung zwischen August und Oktober.

Die Vermehrung der Sträucher ist ganz leicht, sie gelingt am besten durch Absenker, die dann eigene Wurzeln ausbilden. Im Winter wird in der Regel kein Schutz benötigt, bei sehr frostigen Temperaturen kann man höchstens den Wurzelbereich mit etwas Reisig oder Laub abdecken.

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