Spalierbäume als Raumteiler oder Sichtschutz

Sicherlich, Spalierbäume sind in der Pflege etwas aufwändiger, denn sie müssen ja regelmäßig in Form geschnitten werden. Die Idee der Spalierbäume stammt übrigens bereits aus dem 17. Jahrhundert, damals begann man, den Wuchs von Obstbäumen gezielt zu steuern.

Als Spalierpflanzen eignen sich nicht nur Obstbäume

Von Natur aus wächst jeder Baum wie er will, der Mensch muss schon nachhelfen, wenn er eine bestimmte Form wünscht. Die Spaliertechnik war ursprünglich für Obstbäume gedacht, doch inzwischen wendet man sie auch auf Zierpflanzen an.

Im 17. Jahrhundert zur leichteren Ernte entwickelt

Im 17. Jahrhundert banden ein paar Gärtner ihre Obstbäume an ein Gerüst aus Latten, so dehnten sie sich mehr in die Breite und weniger in die Höhe aus. Somit fiel die Ernte später viel leichter, es handelte sich also rein um eine Arbeitserleichterung.

Man kann auch Bäume in einer akkuraten Reihe pflanzen und die Kronen dann in Form eines Kastens schneiden. Eigentlich kann man dann nicht von Spalierbäumen sprechen, da man dafür ja kein Gerüst benötigt, optisch sieht es allerdings gleich aus.

Sparlierbäume passen auch sehr gut in moderne Gärten, ihre symmetrischen Formen fügen sich auch hier optimal ein. Man kann solche Reihen nutzen, um einzelne Bereiche abzuteilen, ein Grundstück zu begrenzen oder einen natürlichen Sichtschutz zu schaffen.

Man kann auch sehr kleine Spaliere als Raumteiler nutzen, zum Beispiel um einen Sitzplatz oder eine Ruheoase abzuschirmen. Es bietet sich dann an, noch weitere geformte Elemente damit zu kombinieren, zum Beispiel eine präzise  in Form geschnittene Buchshecke.

Unzählige Möglichkeiten und Pflanzen

Um ein Spalier anzulegen benötigt man keinen großen Garten, man kann es auch an einer Hauswand entlang ziehen. Um das Spalier als Grundstücksgrenze einzusetzen, kann man die Kronen sehr gut auf eine maximale Breite von 50 Zentimetern begrenzen.

Für ein Spalier bieten sich neben Obstbäumen auch Rosen, Hainbuche, Linde, Zierapfel, Feld-Ahorn, der Amberbaum, Rot-Buche, Maulbeerbaum, Platanen oder die Sumpf-Eiche an. Die Spalierpflanzen benötigen etwas mehr Dünger und Wasser, am besten verwendet man einen Langzeitdünger.

Optimaler Zeitpunkt für die Düngung ist im März und dann noch einmal im Juni, gerade während der ersten Monate darf der Boden niemals austrocknen. Wenn sich die Pflanzen im Container befinden, kann man sie ganzjährig pflanzen, am besten geeignet ist dennoch der Herbst.

Im Sommer werden die Pflanzen nur leicht gekürzt, der größere Rückschnitt sollte dann im Februar erfolgen, am Tag des Schnittes sollte es jedoch auf keinen Fall Frost haben.

Foto: © Kai Koehler – Fotolia.com

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