Wie gefährlich sind Spinnen in Deutschlands Gärten?

Spinnen lösen Emotionen aus, die von Begeisterung bis hin zur panischen Angst gehen können. Im Allgemeinen zählen Spinnen nicht zu den beliebtesten Tieren und wurde diese Angst bereits im Kindesalter geschürt oder sogar anerzogen, ist es sehr schwer, diese auch wieder los zu werden.

Viele Menschen ängstigen sich vor Spinnen

Viele Menschen ängstigen sich vor Spinnen

Genährt wird diese Angst durch immer wieder auftauchende Horrorgeschichten über besonders gefährliche und giftige Arten. Dass diese Angst vollkommen unbegründet ist, zeigt der folgende Artikel.

Heimische Giftspinnen

Um es vorwegzunehmen: In Deutschland gibt es keine für den Menschen tödlichen Giftspinnen. Nicht eine einzige in Deutschland beheimatete Spinnenart ist für den Menschen tödlich oder lebensbedrohlich.

In der Regel beißen die Spinnen in Deutschlands Gärten nicht, sondern bevorzugen die Flucht. Die panische Angst vor Spinnen ist hierzulande unbegründet.   Wie man sich richtig verhält, sollte man dennoch einmal von solch einem Exemplar gebissen werden, schildert dieser Artikel.

Lediglich drei der heimischen Arten sind als schwach giftig eingestuft

Der Dornfinger (Cheiracantium punctorium) gilt als giftig und sein Biss ist äußerst unangenehm. Doch normalerweise gehört der Dornfinger zu den Spinnenarten, die sich überwiegend versteckt halten und nur in sehr warmen Regionen in Deutschland leben.

Die Bissstelle eines Dornfingers verfärbt sich oftmals blaurot und schwillt an. Die brennenden und stechenden Schmerzen gehen zumeist mit Übelkeit, Kopfschmerzen und Erbrechen einher. Oftmals steigt auch die Körpertemperatur an. Nach etwa drei Tagen klingen die Symptome ab. Bei stärkeren Beschwerden sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Die Kreuzspinne (Araneus diadematus). Der Biss einer Kreuzspinne ähnelt den Schmerzen eines Bienenstichs. Die toxische Wirkung tritt ausschließlich auf zarten Hautstellen zutage. Die starke Schwellung, welche oftmals mit einer zeitweiligen Lähmung der Bissumgebung einhergeht. Die Symptome können mit kühlen Umschlägen gelindert werden.

Die Wasserspinne (Argyroneta aquatica). Noch unwahrscheinlicher als der Biss einer Wasserspinne, da sich diese ausschließlich im Wasser aufhält. Da sie anmoorige und moorige Gewässer bevorzugt, kommen nur sehr wenige Menschen mit ihr in Kontakt. Diese Symptome von einem Biss dieser Gattung, sind ähnlich wie die vom Dornfinger und klingen nach kurzer Zeit wieder ab.

Am Hinterleib vieler Spinnenarten befinden sich zwei spitze Fortsätze, die oftmals fälschlicherweise als Stachel betrachtet werden. Doch hierbei handelt es sich tatsächlich um die sogenannten Spinnwarzen mit den Spinndrüsen. Diese dienen den Spinnen für die Herstellung der Spinnfäden, mit denen der Eikokon und das Spinnnetz hergestellt werden.

Gefährliche Giftspinnen – nur in den Tropen

Zwar gibt es tatsächlich Spinnen, deren Biss in einigen Fällen sogar tödlich sein kann, doch leben diese überwiegend in den Tropen. Im allgemeinen gelten Spinnen als extrem friedfertige Tiere. Denn sie beißen nur dann zu, wenn sie sich selber angegriffen oder bedroht fühlen und sich in Lebensgefahr befinden. Paradoxerweise  haben die Bewohner dieser Regionen

Selbst die von vielen Menschen gefürchtete Vogelspinne ist eher harmlos. Denn die Giftwirkung ihres Bisses ist für Menschen nicht lebensgefährlich. Trotzdem ist der Biss einer Spinne immer giftig. Allerdings hängen die Giftigkeit und somit auch die lebensbedrohende Wirkung von verschiedenen Faktoren ab.

Ist die gebissene Person durch Krankheit geschwächt, kann das Immunsystem das Gift nicht so gut abwehren wie bei einem gesunden Menschen. Auch Kinder reagieren auf Gift oftmals heftiger, da sich ihr Immunsystem noch in der Entwicklung befindet. Aber auch das Geschlecht und die Körpermasse der Gebissenen sind ausschlaggebend für die Giftigkeit.

So ist es erwiesen, dass Frauen hier deutlich mehr Probleme haben als ihre männlichen Artgenossen. Auch Allergiker müssen diesbezüglich vorsichtig sein, denn für sie kann manchmal sogar ein Bienenstich tödlich wirken. Dies gilt bei Spinnenbissen ebenso. Denn Spinnen stechen nicht, sie beißen.

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