Beliebte Kletterpflanzen: Der Efeu

Kletterpflanzen können den Garten und das Haus an vielen Stellen verschönern. Man kann damit auch wunderbar Zäune oder einen Sichtschutz begrünen. Schon seit dem 16. Jahrhundert findet man den Efeu in deutschen Gärten. Er ist wegen seines schnellen Wuchses und der Artenvielfalt äußert beliebt.

Mit Efeu kann man ganze Fassaden begrünen © ale_rizzo - Fotolia.com

Mit Efeu kann man ganze Fassaden begrünen © ale_rizzo – Fotolia.com

Dabei ist der Efeu ein wahrer Allrounder. Er klettert nicht nur innerhalb kürzester Zeit an Fassaden, Bögen oder Mauern empor, sondern er ist auch ein hervorragender Bodendecker, der sich vor allem an Böschungen gut macht.

Große Sortenvielfalt beim Efeu

Wenn man den Efeu klettern lässt, dann erreicht er ganz schnell eine Höhe von bis zu über 20 Metern. Das Tolle an dieser Pflanze ist, dass sie selbst mit schattigen Standorten und einem trockenen Boden gut zurechtkommt.

Die Auswahl an Sorten ist riesengroß, sie unterscheiden sich in der Form, Größe und Färbung der Blätter. Da es sich um eine immergrüne Pflanze handelt, hat man auch in der kalten Jahreszeit etwas Grün im Garten.

Bei den Efeu-Sorten gibt es solche mit kleinen oder großen Blättern, viele haben einen hellen Blattrand. Nach etwa acht bis zehn Jahren kann sich nicht nur die Form der Blätter verändern, der Efeu bildet auch Blüten aus, aus denen dann im Winter giftige, blaue Beeren hervor gehen.

Am weitesten verbreitet ist der Gewöhnliche Efeu, bei dem man allerdings etwas bei Frost aufpassen muss, ebenso wie beim großblättrigen Kaukasus-Efeu. Sie fühlen sich an einem halbschattigen Plätzchen oder gar schattigen Plätzchen am wohlsten.

An den Boden stellt der Efeu keine großen Anforderungen, er gedeiht überall außer auf reinem Torf. Wenn man einen sehr hohen Wuchs erwartet, dann sind die Kaukasus-Sorten, , weniger geeignet, denn sie werden maximal sechs Meter hoch.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten im Garten

Der Strauchige Kaukasus-Efeus bildet eine absolute Ausnahme unter allen Sorten. Er klettert und kriecht nicht, sondern wächst als halbkugeliger Strauch. Möchte man eine Mauer mit Efeu begrünen, dann muss man darauf achten, dass keine Fugen offen sind, sonst könnte die Mauer Schaden nehmen.

Kleinblättrige Sorten kann man auch wunderbar in einen Kübel pflanzen, zum Beispiel in Kombination mit niedrigen Seggen. Allerdings muss man die Kübel dann im Winter aus dem Garten nehmen, denn sie sind nicht vollkommen winterhart.

Efeu an Häuserfassaden hat sogar einen leicht wärmedämmenden Effekt, man muss ihn unterhalb der Dachkante jedoch regelmäßig zurück schneiden. Auch zum Begrünen von Rosenbögen oder Lauben ist Efeu optimal geeignet.

Ein paar besondere Arten kurz vorgestellt

Der Kaukasus-Efeu überzeugt durch außergewöhnlich große Blätter, besonders hübsch ist die Sorte „Dentata Variegata“ mit den weiß gerandeten Blättern.

In Kübeln und Töpfen macht sich vor allem der Zwerg-Efeu „Hedera helix Erecta“ gut, denn die Triebe wachsen aufrecht und klettern nicht. Ebenfalls gut für Töpfe geeignet ist die Sorte „Goldchild“, sie ist jedoch auch nicht ganz winterhart.

Die Sorte „Goldheart“ des Gewöhnlichen Efeus hat relativ kleine, gelbgrüne Blätter. Die Sorte „Plattensee“ nimmt im Winter in der Sonne eine braun-violette Färbung an. Die Blätter von „Green Ripple“ sind sogar fünflappig.

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