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Garten-Ratgeber

Der Rosenbogen im Winter – Pflege und Dekoration

Gartengestaltungvon Christoph5 Min. · 9 Abschnitte
Rosenbogen aus Metall mit gelb blühender Kletterrose am Gartenzaun
Rosenbogen aus Metall mit gelb blühender Kletterrose am Gartenzaun
Inhalt9 Abschnitte
  1. Wie empfindlich Kletterrosen im Winter sind
  2. Den Winterschutz richtig vorbereiten
  3. Winterschutz in vier Schritten
  4. Wann der Winterschutz wieder herunterkommt
  5. Den Bogen selbst winterfest machen
  6. Lichterketten am Rosenbogen
  7. Dekorieren mit Naturmaterial
  8. Weihnachtlicher Schmuck ohne Schaden
  9. Häufige Fragen

Kletterrosen am Rosenbogen überwintern Sie, indem Sie den Fuß der Pflanze 15–20 cm hoch mit Erde oder Kompost anhäufeln, die Triebe am Bogen mit Nadelreisig oder luftdurchlässigem Vlies vor Wintersonne schützen und lose Ranken sicher anbinden. Luftdichte Folie ist tabu. Ist die Rose geschützt, lässt sich der Bogen mit Lichterketten, Zweigen und Zapfen in einen winterlichen Blickfang verwandeln.

Wie empfindlich Kletterrosen im Winter sind

Die meisten Kletterrosen sind in Mitteleuropa gut winterhart. Gefährlich wird es weniger durch die Kälte selbst als durch zwei Umstände: Frost an der Veredlungsstelle und Wintersonne auf gefrorenen Trieben. Die Veredlungsstelle, die Verdickung knapp über dem Boden, ist der empfindlichste Teil. Friert sie durch, stirbt die Edelsorte ab, und im Frühjahr treibt allenfalls die Unterlage wieder aus.

Die Triebe am Bogen leiden vor allem unter Frosttrocknis: An sonnigen Wintertagen verdunstet die Rinde Wasser, das die Wurzeln aus dem gefrorenen Boden nicht nachliefern können. Die Triebe vertrocknen, verfärben sich braun und müssen im Frühjahr zurückgeschnitten werden. Junge Rosen im ersten und zweiten Standjahr sind besonders gefährdet, ältere, gut eingewachsene Pflanzen stecken deutlich mehr weg.

Den Winterschutz richtig vorbereiten

Die Vorbereitung beginnt schon im Spätsommer. Düngen Sie ab Anfang Juli nicht mehr mit Stickstoff, damit die Triebe bis zum Herbst ausreifen und verholzen. Weiche, grüne Triebe erfrieren leichter. Kaliumbetonte Herbstdünger werden oft empfohlen, sind aber bei gut versorgten Böden nicht nötig.

Einen Rückschnitt im Herbst brauchen Kletterrosen nicht. Im Gegenteil: Jeder Schnitt regt zum Austrieb an und öffnet Wunden, durch die Frost eindringen kann. Entfernen Sie nur abgestorbene und kranke Triebe sowie herabgefallenes, von Sternrußtau oder Mehltau befallenes Laub. Der eigentliche Schnitt folgt im Frühjahr, wenn die Forsythien blühen – mehr dazu im Beitrag Rosen im Frühjahr schneiden.

Winterschutz in vier Schritten

  1. Anhäufeln. Häufeln Sie Ende Oktober bis Mitte November, vor den ersten stärkeren Frösten, lockere Erde oder reifen Kompost 15–20 cm hoch um den Rosenfuß. Nehmen Sie die Erde nicht direkt vom Wurzelbereich, sonst legen Sie die Wurzeln frei. Rindenmulch ist dafür weniger geeignet, weil er Feuchtigkeit hält und Nährstoffe bindet.
  2. Triebe anbinden. Befestigen Sie lange, lose Triebe mit weichem Bindematerial am Bogen. Unter nassem Schnee oder im Sturm brechen sie sonst ab oder scheuern an Metallstreben.
  3. Beschatten. Stecken Sie Nadelreisig von Fichte oder Tanne zwischen die Triebe oder hängen Sie es lose über den Bogen. Es spendet Schatten, lässt aber Luft durch. Alternativ eignen sich Jute, Sackleinen oder Wintervlies.
  4. Nach Frost kontrollieren. Prüfen Sie nach Stürmen und Schneefall, ob Bindungen halten und das Reisig noch sitzt, und schütteln Sie schweren Schnee vorsichtig ab.

Folie oder dichte Plastikhauben sind ungeeignet. Darunter staut sich Feuchtigkeit, die Triebe schwitzen, und Pilzkrankheiten haben leichtes Spiel. An sonnigen Tagen heizt sich die Luft darunter zudem stark auf und regt die Rose zu verfrühtem Austrieb an.

Wann der Winterschutz wieder herunterkommt

Entfernen Sie das Reisig und das Vlies im zeitigen Frühjahr, etwa im März, an einem bedeckten Tag. Die angehäufelte Erde ziehen Sie ab, sobald keine starken Fröste mehr zu erwarten sind – in vielen Regionen Ende März bis April. Lassen Sie den Schutz nicht zu lange liegen, sonst treibt die Rose unter der Abdeckung vergeilt aus und die hellen Triebe verbrennen in der ersten Sonne.

Danach folgen Schnitt, eine erste Düngung und die Kontrolle auf Schädlinge. Blattläuse zeigen sich an den jungen Trieben oft schon im April, Hinweise gibt der Beitrag Blattläuse an Rosen bekämpfen.

Den Bogen selbst winterfest machen

Nicht nur die Rose, auch das Gerüst braucht einen Blick. Ein Rosenbogen trägt im Winter zusätzliches Gewicht durch Schnee, nasses Laub und Reisig und bietet dem Wind eine erstaunlich große Fläche. Prüfen Sie im Herbst:

  • ob die Füße fest verankert sind und nicht wackeln,
  • ob Schraubverbindungen fest sitzen,
  • ob Metallbögen Roststellen haben, die Sie ausbessern sollten,
  • ob Holzbögen morsch werden, besonders am Übergang zum Boden.

Wie ein Rosenbogen von Anfang an sicher steht, erklärt der Beitrag Wie stellt man einen Rosenbogen auf?.

Lichterketten am Rosenbogen

Mit Lichterketten verwandeln Sie Rosenbogen und Laubengang in einen leuchtenden Durchgang. Achten Sie auf Leuchten für den Außenbereich mit mindestens Schutzart IP44 und auf LED-Technik, die kaum Wärme entwickelt. Wickeln Sie die Kette locker um die Streben des Bogens, nicht fest um die Rosentriebe: Beim Abnehmen reißen Sie sonst Knospen und Rinde ab, und Drähte können einschnüren.

Kabel und Stecker sollten so verlegt werden, dass niemand darüber stolpert und Steckverbindungen nicht in Pfützen liegen. Eine Zeitschaltuhr begrenzt die Leuchtdauer auf die Abendstunden. Das spart Strom und ist rücksichtsvoll gegenüber nachtaktiven Tieren.

Dekorieren mit Naturmaterial

Wer Nadelreisig als Winterschutz verwendet, hat die Grundlage der Dekoration schon am Bogen. Ergänzen Sie sie mit:

  • Kiefern- und Lärchenzapfen, an Bändern kopfüber aufgehängt,
  • Zweigen von Ilex mit roten Beeren (giftig für Kinder und Haustiere, nicht in Reichweite hängen),
  • Hagebutten, die die Rose selbst angesetzt hat, falls Sie im Herbst nicht alles abgeschnitten haben,
  • getrockneten Hortensienblüten, Moos und Birkenzweigen.

Hagebutten sind nebenbei Winterfutter für Vögel. Wenn Sie Rosensorten wählen, die Früchte ansetzen, und die verblühten Blüten im Spätsommer stehen lassen, schmückt sich der Bogen im Winter von selbst.

Weihnachtlicher Schmuck ohne Schaden

Für die Adventszeit passen Christbaumkugeln, Sterne oder kleine Laternen an den Bogen. Kunststoffkugeln sind draußen die bessere Wahl, weil sie bei Wind und Frost nicht zerspringen. Befestigen Sie Anhänger immer am Gerüst, nicht an den Rosentrieben, und hängen Sie nur wenige, gut sichtbare Stücke auf. Ein zurückhaltend geschmückter Bogen wirkt ruhiger als einer, an dem jede Strebe behängt ist.

Nehmen Sie die Dekoration spätestens im Februar wieder ab, bevor Sie den Winterschutz lüften und die Rose schneiden. Weitere Ideen für die kalte Jahreszeit finden Sie im Beitrag 5 Möglichkeiten, den Garten im Winter zu nutzen, und wer über weitere Rosenpflanzungen nachdenkt, liest unter Einen Rosengarten anlegen weiter.

Häufige Fragen

Muss man Kletterrosen im Winter abdecken?

Den Fuß sollten Sie immer anhäufeln, um die Veredlungsstelle zu schützen. Die Triebe am Bogen brauchen in milden Lagen oft keinen Schutz, in rauen Lagen und bei jungen Pflanzen empfiehlt sich Nadelreisig oder Vlies gegen Wintersonne.

Wann schneidet man Kletterrosen am Rosenbogen?

Der Hauptschnitt erfolgt im Frühjahr zur Forsythienblüte. Im Herbst entfernen Sie nur Abgestorbenes und Krankes. Öfter blühende Sorten werden im Sommer zusätzlich von Verblühtem befreit.

Kann man Lichterketten direkt an die Rose hängen?

Besser nicht. Befestigen Sie Lichterketten am Gerüst des Bogens. Direkt um die Triebe gewickelt, schnüren sie ein und reißen beim Abnehmen Knospen ab.

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