Feigenbaum pflanzen und pflegen

Feigen galten in deutschen Gärten bislang als eher schwierig, denn schließlich stammen sie aus einer ganz anderen Klimazone. Die Assyrer kultivierten die Pflanze mit den süßen Früchten bereits vor mehr als 5.000 Jahren, die Römer brachten sie dann nach Europa.

Die modernen Sorten überstehen auch den Winter gut © Johanna Mühlbauer - Fotolia.com

Die modernen Sorten überstehen auch den Winter gut © Johanna Mühlbauer – Fotolia.com

Mittlerweile gedeihen Feigenbäume sogar wunderbar in unseren Gefilden, selbst in Skandinavien stellt der Anbau kaum mehr ein Problem dar. Die modernen Sorten sind winterhart und sehr anpassungsfähig, außerdem sind sie selbstfruchtend.

Feigenbaum im Garten oder im Kübel

Die Feige bevorzugt im Garten einen humusreichen und durchlässigen Boden, der Boden darf ruhig auch lehmhaltig sein. Ideal sind ein leicht saurer Boden und ein Platz  in der prallen Sonne.

Auch die größte Hitze im Sommer kann den Pflanzen nichts anhaben, denn schließlich sind sie es von Natur aus ja gewohnt.

Man kann die Feige allerdings auch im Kübel ziehen. Dann braucht man einen ausreichend großen Behälter, der mit einer speziellen Erde für Kübelpflanzen befüllt wird. Das Substrat sollte auf jeden Fall grobe Partikel wie Ton oder Kies enthalten.

Zugluft bekommt dem Feigenbaum gar nicht gut, deshalb wäre ein windgeschützter Platz im Garten ideal, zum Beispiel an der Hauswand oder einer Mauer. Ausreichend Platz ist wichtig, denn einige Sorten können mehrere Meter hoch werden und sich auch stark zu den Seiten ausbreiten.

Die Feige wird am besten im Juni oder Juli gepflanzt, nach dem Pflanzen bitte mit viel Regenwasser bewässern. Leitungswasser ist aufgrund des Kalkgehaltes nicht zum Gießen geeignet.

Die Pflege des Feigenbaumes 

Wenn der Baum im Sommer voll belaubt ist, dann muss man ihn ausgiebig wässern. Auch eine Düngergabe ist sehr wichtig. Entweder verabreicht man jeweils im März und im Juni einen Langzeitdünger, oder man düngt zwischen April und September einmal in der Woche. Achtung, der Dünger darf keinen Kalk enthalten!

Damit der Feigenbaum in Form bleibt und sich nicht zu stark ausdehnt, kann man zu lange Äste im April kürzen, bevor der Baum austreibt. Die neuen Triebe kann man dann im Juni oder im Juli einkürzen.

Auch wenn die modernen Sorten winterhart sind, sollte man die Bäume im Winter mit einem Vlies oder Bambusmatten etwas schützen. Im Bereich der Wurzeln kann man auch etwas Laub ausbringen.

Sollte man sich für eine Kübelpflanze entschieden haben, sollte diese bei einer Temperatur von etwa 5 Grad überwintern. Der Standort sollte mäßig hell sein, die Erde muss gleichmäßig feucht gehalten werden. Sobald die Knospen zu schwellen beginnen, darf die Pflanze nicht mehr gegossen werden.

Die Spalier-Erziehung des Feigenbaumes

Feigenbäume mögen keinen Wind, deshalb ist das Pflanzen an einer Hauswand ideal. Und das gibt uns auch die Möglichkeit, ein Spalier einzusetzen. Gerade wenn man nicht so viel Platz im Garten hat, ist dies eine ideale Variante.

Gleichzeitig profitiert die Pflanze von der Wärme, die von der Hauswand abgestrahlt wird, das verbessert das Aroma der Früchte. Und zudem sieht eine begrünte Fassade immer sehr hübsch aus.

Sehr ansprechend sieht vor allem der Fächerspalier aus. Dazu werden an einer Hauswand, die Richtung Süden oder Südwesten zeigt, Holzlatten waagerecht im Abstand von je 30 cm angebracht, alternativ gehen auch Drähte.

Die Pflanze wird nun vor der Wand platziert, dann wird der Mitteltrieb über zwei Seitentriebe gekappt. Diese befestigt man dann mit Hilfe von Bambusstäben an dem Spalier. Sobald ein neuer Austrieb zum Vorschein kommt, wird dieser zum Fächer gespreizt.

Welche Sorten sind für den Garten zu empfehlen?

Für den Garten stehen einige Sorten des Feigenbaumes zur Auswahl. Zu den empfehlenswerten Sorten gehören unter anderem Violetta, Dottato, Columbaro Bianco, Variegata und Gustissimo Califfo Blue oder Gustissimo Twotimer.

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