Geeignete Apfelsorten für den Garten

Es gibt unzählige Apfelsorten, doch für den heimischen Garten eignet sich nicht jede Sorte, denn viele von ihnen sind leider sehr anfällig gegenüber Krankheiten und haben auch einen sehr hohen Pflegeaufwand. Außerdem lässt der Geschmack oft zu wünschen übrig.

Nicht alle Apfelsorten sind für den heimischen Garten geeignet

Nicht alle Apfelsorten sind für den heimischen Garten geeignet

Nachfolgend möchten wir ein paar Apfelsorten vorstellen, die sich gut für den Anbau im eigenen Garten eignen. Dabei muss sich jeder Hobbygärtner fragen, was er bevorzugt, lieber einen kleinen Spindelbaum oder einen kräftigen Hochstamm.

Außerdem ist der Zeitpunkt der möglichen Ernte noch wichtig, denn die verschiedenen Sorten werden auch zu unterschiedlichen Zeiten reif, einige muss man auch erst lagern, damit sie ihr volles Aroma entfalten.

Durch den Anbau von Äpfeln im heimischen Garten kann man sogar einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz leisten, da man den Import von Äpfeln aus dem Ausland nicht unterstützt!

Es gibt viele Sorten, die bereits seit mehreren Jahrhunderten gezüchtet werden, doch sind diese nur bedingt für den heimischen Garten geeignet, da sie oftmals gegenüber Pilzerkrankungen sehr anfällig sind und auch nur bei einem bestimmten Klima optimal gedeihen. Deshalb sollte man bei den alten Sorten nur auf bewährte zurückgreifen, oder aber lieber eine moderne Sorte wählen, die meistens wesentlich widerstandsfähiger sind.

Die Sorte Retina hat einen eher süß-säuerlichen Geschmack, allerdings sind die Früchte nur kurz haltbar und etwa am Mitte August erntereif. Allerdings ist diese Sorte besonders widerstandsfähig gegenüber Schädlingen und Pilzerkrankungen, außerdem liefert sie regelmäßig Erträge und ist starkwüchsig. Die Sorte Gerlinde ist der Retina sehr ähnlich, und hat auch einen süß-säuerlichen Geschmack und ist außerdem sehr saftig.

Die sehr frostharte Rebella liefert hohe Erträge, ist ab Mitte September erntereif und kann etwa zwei Monate lang eingelagert werden. Das Aroma ist sehr fruchtig und süß-säuerlich, auch diese Sorte ist nicht anfällig für Mehltau, Schorf und Feuerbrand.

Die Sorte Resi zeichnet sich durch ein kräftiges Aroma, eine feine Säure und einen süßlichen Geschmack aus. Ab Ende September kann geerntet werden, die Früchte können dann bis Januar eingelagert werden. Diese Sorte eignet sich nicht als Hochstamm, sie bildet nur eine lockere Krone aus, ist aber wenig anfällig für Krankheiten.

Die Sorte Florina ist Ende Oktober erntereif und lässt sich sehr gut lagern. Das Fruchtfleisch ist süß, saftig und schön fest, der Baum liefert hohe und frühe Erträge und ist sehr resistent. Der Topaz liefert mittlere bis hohe Erträge und ist Ende Oktober erntereif, die Äpfel lassen sich gut bis zum März einlagern.

Der Geschmack ist sehr würzig mit einer frischen Säure, dabei ist der Apfel süß und saftig. Die Sorte mit mittelstarkem bis starkem Wuchs neigt manchmal zum Mehltau ist jedoch sehr widerstandsfähig gegenüber dem Schorf.

Die Sorte Rewena wächst eher schwach liefert jedoch regelmäßig hohe Erträge und lässt sich ab Oktober auch sehr gut einlagern. Das Fruchtfleisch des sehr resistenten Apfels hat einen süß-säuerlichen Geschmack und ist sehr saftig.

Die Sorte Piros überzeugt durch einen sehr süßen Geschmack mit wenig Säure und sehr hohe Erträge, die jedoch etwas spät einsetzen. Ab Juli sind die Äpfel erntereif, allerdings kann man sie schlecht einlagern, gegenüber Schorf ist die Pflanze etwas anfällig. Dafür trotz sie dem Mehltau sehr gut und ist zudem sehr frosthart.

Die Alkmene liefert mittlere Erträge und ist ab September erntereif, lässt sich dann etwa zwei Monate einlagern. Diese Sorte hat einen tollen aromatischen Geschmack, ähnlich dem Cox Orange, mit einer feinen Säure. Die Sorte ist zwar nicht resistent gegenüber Schorf, dafür ist es jedoch eine sehr robuste Sorte.

Die Sorte Pilot eignet sich nicht als Hochstamm, liefert jedoch hohe Erträge in regelmäßigen Abständen. Die Äpfel sollten im Oktober geerntet, dann jedoch bis zum Februar eingelagert werden, bevor man sie verwendet. Der Geschmack ist süß-säuerlich mit einem kräftigen Aroma, das Fruchtfleisch ist sehr saftig aber fest.

Der Brettacher ist für sehr hohe Erträge bekannt, allerdings kann die Krone etwas kahl werden. Im Oktober können die Äpfel geerntet werden, erreichen aber erst im Januar ihren vollen Geschmack. Die großen Früchte haben ein fruchtig-herbes Aroma, sie bleiben sehr lange saftig. Die Sorte wird gerne als Streuobst angebaut, sie ist resistent gegenüber Mehltau und Schorf.

Ebenfalls für Streuobstwiesen eignet sich die Goldparmäne, die einen leicht nussigen und süß-fruchtigen Geschmack hat. Der etwas wärmebedürftige Baum muss regelmäßig geschnitten werden, liefert jedoch sehr früh hohe Erträge. Im September kann sie geerntet werden, sie ist dann bis Januar lagerfähig und genussreif im Oktober.

Auch die Kaiser Wilhelm ist eine beliebte Sorte für Streuobstwiesen, denn sie ist wenig anfällig für Krankheiten. Der Baum wächst sehr aufrecht und stark und liefert gute Erträge. Ab Ende September können die Äpfel geerntet werden, nach vierwöchiger Lagerung sind sie dann genussreif, können aber gut bis März eingelagert werden. Das sehr feste Fruchtfleisch hat einen säuerlichen Geschmack, der etwas an Himbeeren erinnert.

Foto: LianeM/www.fotolia.com

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