Einen pflegeleichten Kiesgarten anlegen

Nicht jeder Hausbesitzer hat ausreichend Zeit, um sich regelmäßig um seinen Garten zu kümmern, dennoch wollen viele nicht auf ein schönes grünes Umfeld verzichten. Wohntrends in Haus und Garten bieten da viele Alternativen, wie zum Beispiel in diesem Fall ein pflegeleichter Kiesgarten.

Wenn man einen Kiesgarten anlegen will, dann muss man dies gut vorbereiten

Einen Kiesgarten muss man nicht regelmäßig bewässern, und auch das Jäten von Unkraut ist nicht notwendig, denn diese Art von Garten reguliert sich mehr oder weniger selbst, doch müssen ein paar besondere Voraussetzungen gegeben sein.

Damit man einen Kiesgarten anlegen kann, benötigt man vor allem einen sonnigen und trockenen Standort. Mindestens sieben Stunden am Tag sollte der künftige Kiesgarten Sonne abbekommen, an schattigen Plätzen sollte man eine andere Art von Garten bevorzugen.

Die Beschaffenheit des Bodens ist relativ egal, selbst ein dichter und schwerer Boden ist für einen Kiesgarten geeignet. Hier muss man jedoch nur beim Anlegen der Beete etwas mehr Zeit investieren.

Der Vorbereitung der Beete sollte größtmögliche Aufmerksamkeit zukommen, denn nur dann schafft man die perfekte Basis für den pflegeleichten Kiesgarten. Es ist nämlich nicht damit getan, einfach Splitt auf dem Untergrund zu verteilen.

Damit die Pflanzen einen optimalen Lebensraum und beste Bedingungen haben, ist der Unterbau von entscheidender Bedeutung. Die Pflanzen, die für den Kiesgarten in Frage kommen, stammen in der Regel aus Steppengebieten, in denen es kaum regnet.

Obwohl diese Pflanzen sehr pflegeleicht und ausdauernd sind, reagieren sie empfindlich auf Nässe, vor allem in der kalten Jahreszeit. Damit man das Wuchern von Unkraut später weitgehend verhindern kann, muss man den Unterbau zu Anfang sorgfältig von Unkräutern befreien.

Um den Boden des Kiesgartens vor Tiefwurzlern zu schützen, sollte man ein Vlies zwischen Substratschicht und Unterbau legen, es muss allerdings wasserdurchlässig und dennoch fest sein.

Als Pflanzen für den Kiesgarten bieten sich vor allem Thymian, Lavendel, diverse Zwiebelpflanzen, Bartfaden oder Duftnesseln an. Außerdem machen sich Astern, Fetthenne, verschiedene Gräser, Bart-Iris, Salbei und Nelken sehr hübsch. Man muss auch nicht gleich einen kompletten Kiesgarten anlegen, sondern kann zuerst kleinere Flächen mit Kies gestalten.

Um ein Kiesbeet anzulegen, wird ein schwerer Boden zuerst ausgekoffert und zwar rund 40 Zentimeter tief. Der Untergrund muss etwas aufgelockert werden, Unkraut wird gründlich entfernt und eventuell ein Vlies verlegt.

Anschließend bringt man eine Substratschicht aus Splitt und Kompost auf, wobei die Körnung des Splitts zwischen zwei und 32 Millimeter liegen sollte. Auf eine Menge von sechs Schaufeln Splitt kommt eine Schaufel mit Kompost.

Nachdem man diese Schicht aufgebracht hat, werden die zuvor gut gewässerten Pflanzen eingesetzt. Auch nach dem Pflanzen muss alles noch einmal gründlich bewässert werden, dann wird noch eine Schicht aus grobem Kies aufgebracht, diese sollte eine Höhe von rund fünf Zentimetern haben.

Foto: Dimitri Surkov/www.fotolia.de

8 Responses to Einen pflegeleichten Kiesgarten anlegen

  1. Koschnitzke, Lilli sagt:

    Sehr interessant, ihre Angaben. Wenn man dazu
    noch weiße Kieselsteine verwendet, wie bekommt
    man die wieder sauber, wenn sie nach ein paar Jahren
    schmutzig und grau sind?

    LG

  2. Kathrin sagt:

    Liebe Lilli,

    das ist in der Tat nicht ganz einfach, wenn man nicht auf Chemie zurückgreifen möchte. Wenn es einem nichts ausmacht, dann kann man sich im Baumarkt oder Gartencenter Moos- und Grünbelag-Entferner besorgen. Die Beläge dürfen allerdings nicht zu alt sein, dann wird es ohnehin mit dem Säubern schwierig. Ansonsten hilft bei kleinem Kies nicht wirklich etwas, größere Steine kann man mit dem Kärcher reinigen oder eben mit einer Bürste schrubben. Also weißer Kies ist nicht gerade optimal für den Kiesgarten, außer es macht einem nichts aus, dass er irgenwann nicht mehr so strahlt. Ansonsten lieber auf andere Farbtöne zurückgreifen.

    Vlg,
    Kathrin

  3. kiesel sagt:

    Weiße Kiesel kommen in einen Zementmischer, ein Spritzer Spülmittel dazu und dann 15 min drehen lassen. Die Steine schmirgeln sich sauber, danach abspülen und alles ist wieder weiß.
    Klappt super.

  4. Mark sagt:

    Und wenn mann keinen Betonmischer hat, Waschulver aufstreuen und mit wenig Wasser (Regen geht auch) abspülen. Habe es selber noch nicht probiert, soll aber klappen laut einer Bekannten.

  5. Kathrin sagt:

    Vielen Dank für Deinen Hinweis 🙂

  6. Josef sagt:

    das darf doch nicht sein.. da reden wir hier von garten, natur und ursprünglichkeit und dann kommen da fragen wie ich weiße steine wieder weiß bekomme..
    für die die es nicht wissen sollten, weiße steiene gibt es in der natur auch nicht.. die sind nur deshalb weiß weil sie gebrochen sind und kalk eben weiß ist…

    ich versteh die welt nicht mehr ..

  7. Josef sagt:

    an MARK:

    Waschpulver einfach in de Garten zu streuen und warten bis es der Regen in den Boden bzw. in Grundwasser einschwemmt.. und ist sicher NICHT zum Ausprobieren geeignet…!!

  8. Werner sagt:

    Ordentlich Waschpulver rauf und kanister Benzin rüber, mach ich immer im Frühjahr

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.