Magnolien im Frühjahr pflanzen

Magnolien gehören zu den Pflanzen mit den prachtvollsten Blüten im Frühjahr. April und Mai sind die besten Monate, um Magnolien im Garten zu platzieren. Allerdings braucht man auch ausreichend Platz, denn im Lauf der Jahre können die Pflanzen üppige Kronen ausbilden.

Magnolien haben eine üppige Blütenpracht © Smileus - Fotolia.com

Magnolien haben eine üppige Blütenpracht © Smileus – Fotolia.com

Nicht selten erreichen die Kronen nach einigen Jahrzehnten einen Durchmesser von bis zu zehn Metern. Beim Pflanzen ist deshalb darauf zu achten, dass die Magnolie sich zu den Seiten hin ungestört ausbreiten kann.

Am ältesten und bekanntesten ist die Tulpen-Magnolie

Am häufigsten findet man in deutschen Gärten die Tulpen-Magnolie, die auch zu den schönsten ihrer Art zählt. Bereits Anfang des 19. Jahrhunderts wurde diese älteste Magnolien-Sorte in Paris gezüchtet. Die Tulpen-Magnolie fasziniert mit ihren Blüten in hellem Rosa, die sich im April zeigen.

Die Tulpen-Magnolie ist aber durch ihre frühe Blüte auch anfällig gegenüber Spätfrost. Häufig werden die Blüten schnell braun und fallen ab. Wer eine frostharte Sorte bevorzugt, der kann sich zum Beispiel für die Stern-Magnolie (Magnolia stellata) entscheiden.

Ebenfalls gut dem Frost trotzt die Frühlingsmagnolie, die zu den kleinsten Sorten gehört. Deren Blüten öffnen sich häufig sogar schon Anfang März. Die Frosthärte ist geringer, wenn der Boden feucht und lehmig ist, deshalb sollte man ihn in diesem Fall mit Laubhumus und Sand verbessern.

Eine weiß blühende Sorte ist „Merrill“ (Magnolia x loebneri), die man in der Baumschule entweder als großen Strauch oder kleinen Baum bekommt. Da die Blüte bei dieser Sorte etwas später einsetzt, muss man auch keine Schäden wegen Spätfrost befürchten.

Wie man Magnolien am besten pflanzt

Ein Lehmboden oder ein sandig-lehmiger Untergrund mit genügend Humus und Nährstoffen ist für die Pflanze allerdings ideal. Der Standort sollte sonnig oder leicht schattig sein, dann gedeiht die Magnolie am besten, Ostwinde bekommen der Magnolie nicht gut.

Zuerst hebt man ein Pflanzloch aus, das eine Größe hat, die doppelt so groß wie der Ballen ist. Dann wird der Boden des ausgehobenen Loches gründlich gelockert, dafür benutzt man eine Grabgabel oder einen Spaten.

Die Wurzeln der Magnolie sind äußerst sensibel, deshalb muss man beim Entfernen des Plastiktopfes sehr vorsichtig sein. Die Pflanze sollte später nur so tief stehen, wie dies in dem Behältnis der Fall war, deshalb wird die Magnolie hinein gestellt, um die Höhe zu überprüfen.

Dann wird füllt man eine Mischung aus der ausgehobenen und frischer Erde in das Pflanzloch um den Topfballen herum. Um zu erreichen, dass die Wurzeln die Erde gut berühren, wird die Pflanze dann ganz sanft angetreten.

Anschließend formt man einen so genannten Gießrand, indem man einen niedrigen Wall aus Erde um den Stamm der Magnolie bildet. Zum Schluss wird die frisch gepflanzte Magnolie noch ausgiebig gewässert.

Pflege und Schnitt der Magnolien

Magnolien sind sehr pflegeleichte Gartenpflanzen, die jedes Jahr schöner blühen. Bodenbearbeitung sollte ganz unterbleiben, da die Wurzeln sehr flach unter der Oberfläche verlaufen. Den Stamm kann man mit etwas Rindenmulch umgeben, oder ein paar Bodendecker pflanzen.

Im Frühling sollte man die Magnolie mit Hornspänen oder einem organischen Volldünger versorgen, im Sommer muss der Boden feucht gehalten werden, er darf nicht austrocknen. Pflanzenschutz spielt keine Rolle, denn Pilze und Schädlinge befallen die Pflanze nicht.

Magnolien sollte man so wenig wie möglich zurück schneiden, sondern sie einfach wachsen lassen. Es bilden sich jedes Jahr mehr Blüten, die Sträucher vergreisen auch nicht. Ein leichtes Auslichten mit der Gartenschere kann erfolgen, die Größe der Krone sollte man allerdings nicht verringern, damit die schöne Wuchsform erhalten bleibt.

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