Tipps zum Hochbeet anlegen

Viele Menschen haben Probleme mit dem Rücken, das ist nicht unbedingt nur mit zunehmendem Alter so. Bei der Gartenarbeit muss man sich einfach häufig bücken, so dass man für jede Erleichterung dankbar ist.

Hochbeete bieten viele Vorteile © Himmelssturm - Fotolia.com

Hochbeete bieten viele Vorteile © Himmelssturm – Fotolia.com

Eine gute Möglichkeit, den Rücken zu entlasten und zu schonen, ist das Anlegen eines Hochbeetes. Durch die Erhöhung kann man bequem im Sitzen oder Stehen die Gartenpflege vornehmen, doch das Hochbeet bietet noch einen weiteren Vorteil.

Die Vorteile des Hochbeetes

Die Erhöhung führt auch dazu, dass die Temperatur höher ist, als am Boden, durchschnittlich sind es fünf bis acht Grad. Die Pflanzen bekommen somit mehr Licht und Wärme, so dass sie sich schneller entwickeln.

Der Ertrag kann sich sogar verdreifachen. Außerdem kann man vier bis sechs Wochen früher ernten, und die Erntezeit verlängert sich teilweise bis in den Herbst hinein.

Wenn man im Garten einen schlechten Boden hat, dann ist das Hochbeet eine tolle Alternative, denn man kann es mit guter Erde befüllen.

Auch wenn der Boden felsig oder gepflastert ist, kann man darauf ein Hochbeet errichten. Grünschnitt und Gartenabfälle kann man im Hochbeet noch verwerten, und das Risiko eines Schneckenbefalls minimiert sich.

Wenn man am Boden einen Maschendraht verlegt, ist das Hochbeet auch vor Wühlmäusen sicher.

Bausatz kaufen oder ein Hochbeet selber bauen?

Im Handel gibt es eine große Auswahl an Bausätzen für Hochbeete in den unterschiedlichsten Größen.  In den meisten Fällen wird es günstiger sein, ein Hochbeet selber zu bauen. Allerdings enthält der Bausatz alle benötigten Materialien, so dass das Beet innerhalb kürzester Zeit aufgebaut ist.

Die Seitenteile sind alle schon vormontiert, so dass man sie nur verschrauben muss. Dann kann man sich noch entscheiden, ob man das Hochbeet mit oder ohne Deckel haben möchte, und auch bei Material und Größe hat man eine enorme Auswahl.

Wenn man sich für einen Selbstbau entscheidet, dann ist man natürlich bei der Gestaltung wesentlich flexibler. Im Internet findet man viele Anleitungen, man kann sogar aus alten Paletten oder Gabionen bauen. In der Regel verwendet man jedoch Holz, dieses muss auf jeden Fall robust und wetterfest sein, Lärchenholz hat sich hier besonders bewährt.

Das Hochbeet richtig befüllen

In das Hochbeet wird nicht einfach nur Erde gefüllt, sondern die Füllung besteht aus verschiedenen Schichten. Man fängt ganz unten mit den gröbsten Materialien an, nach oben hin werden sie dann immer feiner.

Um für ausreichend Nährstoffe und Wärme zu sorgen gibt man zuerst eine etwa 30 Zentimeter hohe Schicht aus Strauch-/Heckenschnitt und Pflanzenresten aus dem Garten hinein. Die Zweige und Äste werden vorher gekürzt und verkleinert – diese Schicht wird auch als Holzkern bezeichnet.

Die erste Schicht ist damit erledigt, nun ist die mittlere Schicht an der Reihe. Falls man das Hochbeet im Herbst anlegt, dann kann man über dem Holz jetzt noch eine dicke Laubschicht verteilen.

Darauf platziert man jetzt ausgestochene Grassoden, allerdings mit den Wurzeln nach oben, also auf dem Kopf. Darauf kommt dann eine Schicht Kompost mit einer Höhe von etwa 15 Zentimetern, der Kompost muss nicht komplett verrottet sein.

Als nächstes folgt die Gartenerde, die man vorher ausgehoben hat. Wenn man diese etwas festgeklopft hat, kommt zum Schluss noch gesiebte Komposterde oder gute Pflanzerde aus dem Baumarkt darauf – fertig ist die Füllung.

Was kann man im Hochbeet pflanzen?

Durch eine lichtdurchlässige Abdeckung kann man das Hochbeet fast das ganze Jahr über nutzen, ähnlich einem Frühbeet. Das ist vor allem für den Anbau von Salat ideal, doch sollte man damit nach dem Neubau lieber zwei Jahre warten.

Das liegt daran, dass der Boden im frisch angelegten Hochbeet besonders reich an Nährstoffen ist. Deshalb ist es empfehlenswert, in den ersten beiden Jahren nur solche Gemüsesorten anzubauen, die viel Nährstoffe brauchen. Im ersten Jahr sind zum Beispiel Gurken, Kohl, Paprika, Tomaten, Lauch, Sellerie oder Zucchini ideal.

Im zweiten Jahr sind bereits weniger Nährstoffe vorhanden, dann ist Zeit für Kohlrabi, Möhren, Rettich, Knoblauch und Zwiebeln. Wenn man erst nach zwei Jahren Salat und Spinat anpflanzt, dann kann man verhindert, dass der Nitrat-Gehalt sehr hoch ausfällt.

Es gibt Salatsorten für den Herbst, den Frühling und den Sommer, so dass man fast das ganze Jahr über frischen Salat zur Verfügung hat. Im dritten Jahr gedeihen außerdem auch Bohnen, Erbsen und Kräuter sehr gut im Hochbeet.

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