Welche Erde für welche Pflanzen?

Die Erde im Garten oder in Pflanzgefäßen ist die Basis für gesunde und schöne Pflanzen, doch Erde ist nicht gleich Erde. Jede Pflanze benötigt unterschiedliche Nährstoffe oder einen bestimmten Untergrund, um optimal zu gedeihen.

Für bestimmte Pflanzen sollten man lieber eine Spezialerde verwenden

Bei herkömmlicher Pflanzerde handelt es sich um ein Substrat, welches mit Humus angereichert wurde, um ein optimales und schnelles Wachstum zu gewährleisten. In der Regel besteht die Pflanzerde aus einer Mischung aus Torf, Düngemittel, verschiedenen Zuschlagstoffen und Kalk.

Die normale Pflanzerde aus dem Baumarkt oder dem Gartencenter ist bereits mit Dünger versetzt, um den Pflanzen einen guten Start zu ermöglichen. Natürlich sind die Nährstoffe irgendwann aufgebraucht, so dass man den Pflanzen zusätzlichen Dünger verabreichen und die Erde wieder verbessern muss.

Neben dieser Standard-Pflanzerde gibt es noch eine ganze Reihe von Spezial-Erdenarten, die so mit Nähr- und Zusatzstoffen angereichert wurden, dass sie den Bedürfnissen einer bestimmten Pflanzenart gerecht werden.

Den Hauptbestandteil der Pflanzerde macht Torf aus, dieser speichert Nährstoffe für die Pflanzen und bindet gleichzeitig Wasser. Leider ist der Torf in Deutschland inzwischen knapp geworden, eine mögliche Alternative wären Holzfasern, doch diese können Wasser nicht so gut binden wie Torf.

Neben der normalen Pflanzerde, auch als Blumenerde bezeichnet, gibt es zum Beispiel noch spezielle Blumenerde für Rosen oder Rhododendren, und auch eine besondere Anzuchterde für die Anzucht von Jungpflanzen und Stecklingen.

Für die Anzucht junger Pflanzen oder Samen sollte man auf keinen Fall herkömmliche Blumenerde verwenden, denn darin ist zu viel Düngesalz enthalten, so dass junge Pflanzen eingehen und Samen faulen können.

Eine gute Anzuchterde ist wasserdurchlässig, reich an Nährstoffen und keimfrei. In der Regel enthält sie neben Torf noch Ton und wertvolle Mineralien, so dass die Anzucht in Schalen, Töpfen und Gewächshäusern optimal gelingt.

Spezielle Rosenerde ist besonders locker und dennoch enorm stabil, so dass sie nicht verklumpt und den Rosen ausreichend Halt bietet. Die Wurzeln der Rosen erhalten genügend Luft und Wasser, so dass keine Staunässe und keine Wurzelfäulnis entsteht.

Auch Rhododendren benötigen eine spezielle Erde, die optimal auf den Nährstoffbedarf der Pflanzen abgestimmt ist. Sie eignet sich jedoch nicht nur für den Rhododendron, sondern auch für Azaleen, Kamelien und die Erika.

Auch die Rhododendron-Erde weist eine hohe Stabilität und eine lockere Struktur auf, so dass auch hier das Verklumpen verhindert wird, außerdem kann Staunässe vermieden werden. In der Regel enthält diese Erde neben Torf noch Humus, Dünger, Eisen, Schwefel und Guano.

Inzwischen gibt es noch eine ganze Reihe von Spezialerden zum Beispiel für Orchideen, Kakteen, Buchsbäume, Wasserpflanzen, Palmen, Rasen, Tomaten, Zitruspflanzen, Kräuter oder Bonsais. Eine Alternative zur herkömmlichen Erde ist Pflanzerde aus Kokosfasern, welche Wasser besonders gut speichern kann.

Foto: Peter Maszlen/www.fotolia.de

2 Responses to Welche Erde für welche Pflanzen?

  1. bartmann bärbel sagt:

    Hallo ich möchte meinen Pfirsich in einen grösseren Topf pflanzen.Welchesubstrat vewende ich dafür ? Danke für den Tipp Gruss B,bartmann

  2. Christoph sagt:

    Hallo Bärbel,
    Säulenobst wie der Pfirsich benötigt eine lockere, nährstoffreiche Erde, um Wasser gut zu speichern. Du solltest hier ein qualitativ hochwertiges Topf-Substrat, mit einer hohen Vordüngung verwenden. Alternativ kannst du auch hochwertige, handelsübliche Blumenerde mit gut durchgerottetem Kompost und einfacher Gartenerde zu etwa gleichen Teilen vermischen und verwenden.
    lg Chris

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