Die Hauswurz – Staude mit Heilwirkung

Die Hauswurz zählt zu den Dickblattgewächsen und ist eine ganz besondere Pflanze. Sie kann an Stellen auf dem Grundstück gepflanzt werden, wo andere Pflanzen kaum gedeihen würden. Sie ist unempfindlich gegenüber Kälte und Wärme, selbst Trockenheit kann ich nicht viel anhaben.

Die Hauswurz wächst fast überall. © emer - Fotolia.com

Die Hauswurz wächst fast überall. © emer – Fotolia.com

Von der Mini-Staude, die sogar im Winter ihre Blätter behält, gibt es weltweit mehr als 3.000 Sorten. Die Besonderheit dieser außergewöhnlichen Pflanze liegt in den rosettenartig angeordneten Blättern, die ganz dicht übereinander stehen. Zur Blütezeit schaut dann der Blütenstängel aus der Mitte dieser Rosette heraus.

Pflanze für trockene Standorte

Dank dieses kompakten Wuchses verdunstet Wasser kaum, so dass die Pflanzen auch in Trockenperioden noch genügend Feuchtigkeit haben. Diese Eigenschaft macht die Hauswurze zu idealen Pflanzen für den Steingarten. Die bekanntest Art ist übrigens die Dach-Hauswurz, ihr wurden früher sogar magische Kräfte nachgesagt.

Die Hauswurze breiten sich schnell flächenmäßig aus, indem sie Tochterrosetten ausbilden. In freier Natur wächst die Pflanze überwiegend in den Gebirgsregionen, häufig sogar in Felsspalten. Die kleine Staude ist auch aufgrund ihrer unglaublichen Vielfalt so beliebt, viele Gartenbesitzer werden regelrecht zum Sammler.

Die einzelnen Arten und Sorten unterscheiden sich in der Blatt- und Blütenfarbe, der Größe der Rosetten und der Wuchsform. Die Blätter zeigen im Verlauf des Jahres ein ganz tolles Farbenspiel, in höheren Lagen sind die Farben sogar noch wesentlich intensiver.

Der ideale Standort für die Hauswurz

Am liebsten mag die robuste Pflanze einen vollsonnigen Standort, an schattigen Plätzen gedeiht sie nicht so gut, sie entwickelt dann auch keine Blüten. Ideal für die Hauswurze sind Mauern, Dachflächen und Steingärten. Gerade in den Zwischenräumen von Natursteinmauern kann man verschiedene Arten des Hauswurz platzieren.

Gute Pflanzpartner für die Staude sind zum Beispiel der Thymian, klein bleibende Ziergräser, die Kuhschelle, die Fetthenne, das Hungerblümchen und diverse Steinbrech-Arten. Auch als Topfpflanze macht sich die Hauswurz ganz hervorragend, nur darf niemals Staunässe entstehen, Wasser muss immer abfließen können.

Die Pflege des Hauswurz

Die Hauswurze sind sehr genügsame und anspruchslose Pflanzen, dementsprechend gering ist auch der Pflegeaufwand. Es ist auch nicht notwendig, sie regelmäßig zu gießen, lediglich in längeren Trockenphasen sollte man ab und zu zur Gießkanne greifen. Zuviel Wasser ist für die Staude nicht gut, Staunässe ist immer zu vermeiden, sonst kommt sie zu Schaden.

Düngen ist auch nicht notwendig, die Pflanze ernährt sich selbst von ihren abgestorbenen Pflanzenteilen, sobald diese sich zersetzt haben. Versorgt man sie mit organischem Dünger, dann wird die Pflanze sehr massig, das sollte man also lieber unterlassen.

Bedeutung als Heilpflanze

Schon Pfarrer Kneipp wusste um die heilende Wirkung der Hauswurz. Er empfahl einen Tee bei Übelkeit und Magengeschwüren, auch zur Blutreinigung wurde er eingesetzt. Heute verwendet man in der Naturheilkunde vor allem den Saft aus den Blätter.

Er hat eine wundheilende und entzündungshemmende Wirkung und wird vor allem zur Behandlung von Hautproblemen wie Brandwunden, Wunden, Insektenstichen, Geschwüren, rissiger Haut, Quetschungen und Gürtelrose eingesetzt.

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