Eine Feuerstelle im Garten schafft Gemütlichkeit
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Eine Feuerstelle im Garten ist schnell angelegt: ein ebener, nicht brennbarer Platz mit Abstand zu Haus, Bäumen und Hecken, eine Mulde mit Kies oder Sand und ein Ring aus feuerfesten Steinen – mehr braucht es für ein sicheres Lagerfeuer nicht. Ob Sie sie selbst bauen, als gemauerte Anlage planen oder zu einer fertigen Feuerschale greifen, hängt von Platz, Budget und davon ab, wie oft Sie das Feuer nutzen möchten.

Welche Arten von Feuerstellen es gibt
Grob lassen sich drei Bauweisen unterscheiden. Die mobile Feuerstelle ist eine Feuerschale oder ein Feuerkorb aus Metall, die Sie nach Bedarf aufstellen und im Winter wegräumen. Sie eignet sich für kleine Grundstücke und für alle, die sich noch nicht festlegen möchten. Worauf es beim Kauf ankommt, erklärt der Beitrag Feuerkörbe und Feuerschalen für den Garten.
Die eingelassene Feuerstelle ist eine Mulde im Boden, eingefasst von Natursteinen oder einem Stahlring. Sie ist günstig, wirkt natürlich und passt gut in Naturgärten. Die gemauerte Feuerstelle schließlich ist ein ringförmiges Bauwerk aus Schamotte-, Klinker- oder Natursteinen, oft mit Sitzmauer oder integriertem Grillrost. Sie ist die aufwendigste, aber auch die dauerhafteste Lösung.
Daneben gibt es Feuertische, in die ein Brenner für Bioethanol oder Gas eingebaut ist. Sie qualmen nicht, liefern aber vor allem Atmosphäre und wenig Wärme – mit einem Holzfeuer haben sie wenig gemein.
| Bauweise | Aufwand | Vorteile | Nachteile |
| Feuerschale, Feuerkorb | gering | mobil, sofort nutzbar, auch auf der Terrasse | kleineres Feuer, Metall rostet |
| Eingelassene Mulde | ein Nachmittag | günstig, naturnah, robust | fester Platz, Asche muss regelmäßig raus |
| Gemauerte Feuerstelle | ein bis zwei Wochenenden | dauerhaft, mit Sitzmauer oder Grillrost kombinierbar | teurer, eventuell baurechtlich relevant |
Den richtigen Standort finden
Der Platz entscheidet über Sicherheit und Freude an der Feuerstelle gleichermaßen. Keine Äste über dem Feuer, auch nicht in mehreren Metern Höhe: Die heiße Luft steigt weit nach oben und kann Laub und dürre Zweige entzünden. Halten Sie reichlich Abstand zu Gebäuden, Gartenhaus, Carport, Holzzäunen, Hecken, Kompost und Holzstapeln. Je größer das Feuer, desto größer der Abstand; bundeseinheitliche Mindestmaße gibt es nicht, manche Gemeinden schreiben aber welche vor.
Beachten Sie die Hauptwindrichtung. Liegt die Feuerstelle so, dass der Rauch Richtung Nachbargrundstück oder in die eigenen Fenster zieht, ist Ärger vorprogrammiert. Eine Senke oder ein etwas geschützter Platz hinter einer niedrigen Mauer reduziert den Funkenflug. Und denken Sie an die Sitzplätze: Rund um die Feuerstelle brauchen Sie auf allen Seiten etwa zwei Meter Platz für Bänke oder Stühle.
Feuerstelle selber bauen: Schritt für Schritt
Für eine eingelassene Feuerstelle mit Steinring brauchen Sie Spaten, Wasserwaage, Schubkarre, groben Kies oder Schotter, Sand sowie feuerfeste Steine. Geeignet sind Granit, Basalt, Schamottesteine oder Klinker. Ungeeignet sind Flusskiesel und manche Sandsteine: Sie enthalten Wasser in feinen Poren und können in der Hitze abplatzen oder regelrecht zerspringen. Auch Beton hält großer Hitze auf Dauer nicht gut stand.
- Anzeichnen. Markieren Sie mit einem Pflock und einer Schnur einen Kreis von etwa 80–120 cm Durchmesser.
- Ausheben. Graben Sie die Fläche etwa 20–30 cm tief aus. Entfernen Sie Grassoden und Wurzeln vollständig, sie können unterirdisch weiterschwelen.
- Drainage einbringen. Füllen Sie etwa 10–15 cm groben Kies oder Schotter ein und verdichten Sie ihn. Regenwasser versickert so, und die Mulde steht nicht voll.
- Steinring setzen. Setzen Sie die Einfassungssteine in ein Sandbett rund um die Mulde, sodass sie einige Zentimeter über den Rand ragen. Bei einer gemauerten Variante verwenden Sie für die innere Lage Schamottesteine und feuerfesten Mörtel.
- Boden abdecken. Eine Schicht Sand oder feiner Kies auf dem Grund schützt vor Glutnestern im Untergrund und erleichtert das Ausräumen der Asche.
- Umgebung befestigen. Ein Ring aus Kies, Schotterrasen oder Pflaster von rund einem Meter Breite rund um die Feuerstelle verhindert, dass herausfallende Glut den Rasen entzündet, und bietet festen Stand für die Sitzmöbel.
Wer mauert, sollte die fertige Anlage einige Tage austrocknen lassen und mit einem kleinen Feuer beginnen, bevor die erste große Glut hineinkommt.
Sicherheit am Feuer
Halten Sie immer Löschmittel in Reichweite: einen Eimer Wasser oder Sand, eine Löschdecke oder einen Feuerlöscher. Entzünden Sie das Feuer mit Anzündern aus Holzwolle oder Wachs, nie mit Spiritus oder Benzin – flüssige Brandbeschleuniger verursachen jedes Jahr schwere Verbrennungen. Kinder sollten wissen, dass Steine und Asche auch nach dem Erlöschen noch stundenlang heiß sind.
Bei starkem Wind und in Trockenperioden bleibt die Feuerstelle kalt. Viele Landkreise erlassen in Dürrephasen allgemeine Feuerverbote, die auch für private Gärten gelten. Lassen Sie das Feuer vor dem Schlafengehen vollständig ausbrennen oder löschen Sie es mit Wasser und rühren Sie die Asche dabei um.
Das richtige Brennholz
Ins Feuer gehört nur trockenes, naturbelassenes Holz, ein bis zwei Jahre gelagert. Buche und Eiche liefern langanhaltende Glut, Birke brennt hell und zündet gut, Nadelholz knistert, spritzt aber mehr Funken. Feuchtes Holz raucht und ist der häufigste Anlass für Beschwerden. Tabu sind lackierte oder imprägnierte Bretter, Paletten, Spanplatten, Laub und Grünschnitt – das ist Abfallverbrennung und meist verboten.
Grillen und Kochen an der Feuerstelle
Mit einem Schwenkgrill am Dreibein, einem Grillrost auf dem Steinring oder einem Dutch Oven in der Glut wird die Feuerstelle zur Außenküche. Gegrillt wird über der Glut, nicht über hohen Flammen. Wer vor allem grillen möchte, fährt mit einem gemauerten Grill bequemer; Anregungen gibt der Beitrag Einen Gartengrill selber mauern.
Was rechtlich gilt
Ein kleines Feuer mit trockenem Holz in einer Feuerstelle oder -schale ist in den meisten Gemeinden ohne Genehmigung erlaubt, solange die Nachbarn nicht durch Rauch erheblich belästigt werden. Einige Kommunen verlangen eine Anzeige oder haben eigene Verordnungen, und nahe am Wald gelten strenge Abstandsregeln. Eine gemauerte Anlage mit Kamin kann zudem baurechtlich anders zu bewerten sein als eine einfache Mulde. Fragen Sie im Zweifel beim Ordnungs- oder Bauamt Ihrer Gemeinde nach. Ausführlich erklärt das der Beitrag Feuer machen im Garten – die rechtliche Lage.
Die Feuerstelle gemütlich einrichten
Eine Feuerstelle lebt von den Plätzen drumherum. Eine halbrunde Sitzmauer aus Naturstein speichert tagsüber Wärme und schafft einen geschützten Raum; Holzbänke oder Baumstämme passen in naturnahe Gärten. Halten Sie Polster und Decken aus Kunstfaser etwas weiter vom Feuer entfernt, Funken brennen schnell Löcher hinein. Für kühle Abende auf der Terrasse ohne offenes Feuer lohnt ein Blick auf den Beitrag Ein Heizpilz für den Garten.
Häufige Fragen
Wie viel Abstand braucht eine Feuerstelle zum Haus?
Eine bundesweit gültige Zahl gibt es nicht. Planen Sie großzügig: mehrere Meter zu Gebäuden, Hecken und Holzzäunen und keine Äste über dem Feuer. Manche Gemeinden schreiben konkrete Abstände vor.
Welche Steine eignen sich für eine Feuerstelle?
Granit, Basalt, Schamotte und Klinker. Flusskiesel und poröse Steine können in der Hitze zerspringen.
Brauche ich für eine Feuerstelle eine Genehmigung?
Für eine einfache Feuerstelle oder Feuerschale in der Regel nicht. Eine gemauerte Anlage mit Kamin oder örtliche Sonderregeln können das ändern – das Ordnungs- oder Bauamt gibt verbindlich Auskunft.
Wie tief muss eine Feuerstelle sein?
Für eine eingelassene Mulde reichen 20–30 cm, davon 10–15 cm Kies als Drainage.



