Gartendisteln – Die bizarren Schönheiten

Zu den weniger bekannten Schönheiten in heimischen Gärten gehören die Disteln. Edel- oder Kugeldisteln werden oft nur als Unkraut bezeichnet, dabei sind die stacheligen Pflanzen ein ganz besonderes Highlight in jedem Garten.

Die wunderschönen Disteln sieht man in deutschen Gärten leider nur selten

Die wunderschönen Disteln sieht man in deutschen Gärten leider nur selten

Während man Edeldisteln in England sehr häufig sieht, fristen sie bei uns bisher eher ein Schattendasein. Von der Edeldistel, die auch als Mannstreu bezeichnet wird, gibt es über 200 verschiedene Arten, in Südamerika wachsen die meisten Arten davon, während es in Europa rund 26 heimische Arten gibt.

Im Internet findet man zahlreiche Tipps, wie man Disteln im Garten bekämpfen kann. Dabei sind diese Schönheiten doch ganz tolle Pflanzen für Rabatten und Beete. Auch viele Nützlinge wie Bienen und Schmetterlinge werden von ihren Blüten angelockt.

Zudem sind die Disteln tolle Schnittblumen und lassen sich prima in Sträuße oder Blumenkränze integrieren.

Edeldisteln in großer Vielfalt

Die Edeldisteln werden zwei bis drei Jahre alt und haben normalerweise Einzelblüten mit kurzen Stielen, diese bilden dann einen kugeligen oder zylindrischen Kopf. Meistens werden sie noch von einem Kragen aus harten, dornigen Hüllblättern umgeben.

Bei den Blüten gibt es bläuliche, grünliche und weißliche Färbungen. In Staudengärtnereien bekommt man neben dem weit verbreiteten Elfenbein-Mannstreu auch das Spanische Mannstreu mit blauen Blüten und Hüllblättern.

Die Blätter des Yuccablättrigen Mannstreu erinnern tatsächlich an eine junge Yucca-Palme, die Blütenköpfe sind grünlich-weiß. Besonders bizarr wirkt die immergrüne Edeldistel Eryngium variifolium mit ihren graublauen Blüten und ihren gezeichneten, dornig gezähnten Laubblättern.

Kugeldisteln sind nicht minder schön

Von den Kugeldisteln gibt es im Gegensatz zu den Edeldisteln weltweit nur etwa 120 Arten, 12 davon sind in Europa heimisch. Die kugeligen Blüten sind wahlweise silberweiß, violett-blau oder stahlblau gefärbt. Die Blätter sind gefiedert und entweder silbrig, grau-blau oder grau-grün.

Eine besonders beliebte Kugeldistel ist die Eryngium bannaticus „Taplow Blue“ mit Blüten in ganz intensivem Blau und Laubblättern in silber. Ebenfalls blau blüht die Eryngium ritro in der Sorte „Veitch’s Blue“, sie hat allerdings keine Stacheln und wird auch nicht so hoch wie viele andere.

Ein wahre Pracht ist auch Eryngium sphaerocephalus „Arctic Glow“ mit rötlichen Stängeln und weißen Blüten.

Der Anbau von Gartendisteln

Alle Gartendisteln sind sehr robuste Pflanzen und stellen nur geringe Ansprüche an die Pflege. Sie brauchen einen sonnigen Standort mit tiefgründigem und durchlässigem Boden, am besten an einer windgeschützten Stelle, die Erde sollte nicht zu reich an Nährstoffen sein.

Man kann sie wunderbar mit Ziergräsern kombinieren und auch im Kiesgarten platzieren. Normalerweise sind die Disteln winterhart, nur bei sehr strenger Witterung sollte man sie mit etwas Reisig schützen. Durch einen Rückschnitt kann man eventuell eine zweite Blüte fördern.

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