Rindenmulch im Garten richtig verwenden

Früher wurde Rindenmulch vor allem in öffentlichen Parks und Grünanlagen gesehen, doch seit einigen Jahren wird er auch zunehmend in den heimischen Gärten eingesetzt. Gärtner schätzen die vielen Vorteile der zerkleinerten Baumrinde.

Rindenmulch im Garten hat viele Vorteile © petrabarz - Fotolia.com

Rindenmulch im Garten hat viele Vorteile © petrabarz – Fotolia.com

Rindenmulch kann Temperaturschwankungen gut ausgleichen, schützt den Boden vor Abtragung und dem Austrocknen, dient als natürlicher Dünger und macht es vor allem dem Unkraut schwer. Deshalb möchte viele Gartenbesitzer nicht mehr darauf verzichten.

Nicht für alle Pflanzen gleichermaßen geeignet

Doch nicht allen Pflanzen bekommt der Rindenmulch auch, Rosen gehören zum Beispiel dazu. Das liegt daran, dass der Rindenmulch recht viele Gerbstoffe enthält. Falls man auch bei Rosen nicht komplett darauf verzichten möchte, sollte er zumindest nicht direkt an der Pflanze platziert werden.

Sehr gut geeignet ist der Rindenmulch dagegen für Stauden an schattigen Standorten und für Gehölze, die frisch gepflanzt wurden. Wenn man auch Stauden in den Beeten davon profitieren lassen möchte, dann sollte zuerst mit Hornspänen gedüngt werden, damit die Pflanzen nicht an Stickstoff-Mangel leiden.

An trockenen Stellen im Garten eignen sich andere Materialien als Mulch besser, zum Beispiel Kalksplitt oder Kies, und auch bei Pflanzen im Steingarten bietet sich dies an.

Auf die richtige Dosierung kommt es an

Allerdings muss man auch genau die richtige Menge Rindenmulch auf das Erdreich aufbringen, denn ansonsten ist er absolut nutzlos. Die Dicke der Schicht muss fünf bis sieben Zentimeter betragen, falls sie dicker ist, kann es zu Schimmelbildung kommen.

Falls die Schicht zu dünn ist, können die Flugsamen ihre Wurzeln ausbilden, so dass dem Wuchs von Unkraut kein Einhalt geboten wird. Wenn es einige Unkräuter doch schaffen, dann sitzen sie im Mulch so locker, dass man sie ganz leicht herausziehen kann.

Der Rindenmulch zersetzt sich im Laufe der Zeit auf natürliche Art und Weise und dient dann auch als Dünger. Natürlich geht dadurch nach und nach Material verloren, so dass man den Mulch jedes Jahr wieder auffüllen sollte, um den vollen Nutzen daraus ziehen zu können.

Beim Kauf auf das Gütesiegel achten

Im Handel gibt es den Rindenmulch in unterschiedlichen Qualitäten, wobei sich der mittlere am besten eignet. Wenn der Mulch zu fein ist, dann trägt ihn der Wind fort, ist er zu grob, dann kann die Feuchtigkeit nicht so gut im Boden gehalten werden, da größere Hohlräume entstehen.

In der Vergangenheit war der Rindenmulch in die Schlagzeilen gekommen, da ein hoher Gehalt an Cadmium festgestellt wurde. Das liegt daran, dass die Bäume das Schwermetall aus dem Boden aufnehmen, dann wird es auch in der Rinde eingelagert.

Deshalb sollte man beim Kauf auf das RAL-Gütezeichen 250/1 achten, das stellt sicher, dass die gesetzlichen Grenzwerte nicht überschritten werden.

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