Barbecue: Grillen wie die Amerikaner

Grillen war auch in diesem Sommer wieder eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen. Es gibt wohl kaum einen Haushalt, in dem es keinen Grill gibt. Die Auswahl an Modellen ist riesengroß, vom einfachen Schwenker bis hin zum High-Tech-Gasgrill ist alles vertreten.

Spareribs gehören zu einem guten Barbecue dazu © Pictures4you - Fotolia.com

Spareribs gehören zu einem guten Barbecue dazu © Pictures4you – Fotolia.com

Die Amerikaner lieben eine ganz besondere Art des Grillens, nämlich das Barbecue. Viele meinen, dass Barbecue einfach ein anderer Begriff für das Grillen ist, doch das ist nicht korrekt, die Zubereitung des Fleisches ist beim richtigen Barbecue vollkommen anders.

Das Barbecue-Grillen wurde aus der Not heraus geboren

Beim herkömmlichen Grillen, ganz egal ob man nun einen einfachen Holzkohlegrill oder einen modernen Gasgrill verwendet, liegt das Grillgut auf einem Rost und wird über offenem Feuer zubereitet.

Beim Barbecue-Grillen muss das Grillgut allerdings in einer Art Kammer liegen und wird bei einer recht niedrigen Temperatur zubereitet. Diese Niedrigtemperatur-Methode erfordert Zeit, so dass man beim Barbecue also nicht mal eben schnell essen kann.

Diese Art des Grillens kann auf eine lange Geschichte zurückblicken, auch wenn es damals natürlich noch keine entsprechenden Geräte gab. Seit dem 18. Jahrhundert bereiteten in den USA die ärmeren Leute und Sklaven ihr Fleisch in einer Erdgrube zu, die mit Glut beheizt wurde.

So war es möglich, auch Fleisch von etwas minderwertiger Qualität ordentlich zuzubereiten, denn diese Form des Garens ist besonderes schonend und verleiht dem Fleisch ein ganz besonderes Aroma.

Barbecue ist indirektes Grillen bei niedriger Temperatur

Lange Zeit später ging es dann an die Entwicklung spezieller Geräte für das Barbecue-Grillen. Für die ersten so genannten Smoker verwendete man ganz einfache Behälter aus Stahl, diese hatten bei weitem nichts mit einem Gasgrill zu tun, wie wir ihn heute kennen.

Die heutigen Barbecue-Smoker sind aus hochwertigem Material hergestellt und werden mit Gas betrieben. Die Geräte werden in Baumärkten, im Fachhandel und im Internet angeboten, die Preise beginnen ab etwa 100 Euro.

Beim Barbecue wird das Fleisch nicht direkt gegrillt, sondern man nutzt die zirkulierende Hitze. Das Fleisch wird dabei sehr schonend zubereitet und bleibt deshalb auch viel zarter. Das Barbecue ist also eine Form des indirekten Grillens, das Grillgut bekommt dabei ein rauchiges Aroma.

Beim Grillen steigt die Temperatur bis auf 250 Grad, beim BBQ liegt sie zwischen 90 und 160 Grad. Die Zubereitungszeit ist entsprechend lange, für größere Stücke braucht man etwa drei Stunden, wenn man eine ganze Pute zubereiten möchte, dann muss man mit bis zu acht Stunden rechnen.

Steaks aller Art wandern auf den Grill

Das Barbecue-Grillen ist vor allem für größere Gesellschaften gut geeignet, denn in den Geräten kann man eine größere Menge Grillgut auf einen Schlag zubereiten. Die Amerikaner lieben das gesellige Beisammensein, denn das Grillen mit dem Smoker braucht eben seine Zeit.

Bei uns in Europa wurde das Barbecue in den letzten Jahrzehnten auch immer beliebter. Bei den Amerikanern wandern vor allem Spareribs, Rib-Eye-Steaks, T-Bone-Steaks, Rindersteaks und Porterhouse-Steaks auf den Grill.

Die modernen Smoker sind in der Regel aus Edelstahl gefertigt, denn bei diesen Modellen kann man die Hitze am besten regulieren. Im Unterschied zu den normalen Holzkohlegrills, entstehen beim Smoken keine krebserregenden Stoffe.

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