Einen Moosgarten anlegen

Moos wird in vielen Gärten regelmäßig entfernt, sobald es sich auf Steinen, Wegen und Betonelementen absetzt. In Asien ist das Moos jedoch ein wichtiges Element im Bereich der Gartengestaltung, das frische Grün setzt herrliche Akzente im Garten.

Moosgärten stammen ursprünglich aus Japan und sind ein echter Hingucker

Moosgärten kennt man aus den Tempelanlagen der buddhistischen Mönchen, hier sieht man grüne Moosflächen mit sanftem Schwung , dazwischen Steine und Felsen. Es ist ein toller Anblick, der das Auge erfreut, in Deutschland sind Moosgärten eher rar.

Moos wirkt optimal in der Kombination mit Kies und Felsen

Sicher, wenn Moos sich auf Gartenwegen bildet, dann sieht das optisch nicht gerade schön aus. Wenn man in die Gartengestaltung jedoch Kies und Felsen oder Steine mit einbezieht, dann hat verzaubert uns der Moosgarten immer wieder aufs Neue.

Da in Japan die Luftfeuchtigkeit recht hoch ist, kann das Moos dort opitmal gedeihen, in unseren Breitengraden ist das allerdings nicht ganz so einfach, weshalb man in Mitteleuropa auch kaum Moosgärten zu Gesicht bekommt.

In unseren Gefilden wächst das Moos nur an schattigen, recht feuchten Plätzen mit nährstoffarmem Boden. Auf Gartenerde wächst das Moos nicht gut, besser ist ein Untergrund aus Sand, weshalb man den Untergrund etwa 20 Zentimeter tief ausheben sollte.

Auf diese Fläche bringt man dann ein Gemisch aus Sand und Torf aus, am besten gestaltet man den Untergrund etwas hügelig. Vereinzelt sollte man Felsen auf die Fläche setzen, das gibt dem Moosgarten einen ganz besonderen und individuellen Charakter.

Man muss jetzt auch nicht gleich eine ganze Fläche mit Moosen gestalten, sondern kann an einer kleineren Stelle im Garten auch erstmal ausprobieren, welche Sorten am besten gedeihen und ob die Voraussetzungen für einen Moosgarten optimal sind.

Moos kann man ganz leicht selbst vermehren

Um Moosflächen zu schaffen, sammelt man Moos aus dem Garten oder der näheren Umgebung. Das Moosgeflecht zerschneidet man dann in kleine Stücke, und nach dem Wässern des Bodens mit Regenwasser, kann man mindestens 10 Prozent der Fläche mit diesen Moosstücken besetzen.

Anschließend wird das Moos noch mit Regenwasser angesprüht (Achtung: Moos verträgt Leitungswasser nicht gut!) und etwas fest geklopft. Der ideale Zeitpunkt, um einen Moosgarten anzulegen ist der Herbst, da die Witterung dann feuchter ist.

Während der Wachstumsphase muss man die Moosflächen stets feucht halten. Besonders schön wirkt Moos auch inmitten eines Kiesgartens. Nicht auf jedem Untergrund kann das Moos sich gut entwickeln, es gibt jedoch Alternativen, die dem Moos sehr ähnlich sind und ebenfalls schön flache Polster bilden.

Dazu zählen zum Beispiel das Andenpolster, das im Juni gelbe Blüten hervorbringt, das von Mai bis Juli blühende Sternmoos sowie der Sand-Thymian, der auch auf Steinen sehr gut gedeiht. Ein gutes Buch zum Thema ist „Mit Moosen begrünen“ vom Weissdorn-Verlag Jena.

Foto: © digital-fineart – Fotolia.com

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