Februar: Gehölze durch Steckhölzer vermehren

Pflanzen kann man auf ganz unterschiedliche Art und Weise vermehren. Bei Blütengehölzen geht dies am einfachsten durch Steckhölzer, denn das ist nicht nur praktisch sondern benötigt auch kaum Material. Der Februar ist der optimale Zeitpunkt für diese Variante der Vermehrung.

Beim Winterschnitt kann man prima Steckhölzer gewinnen © Thomas Oswald - Fotolia.com

Beim Winterschnitt kann man prima Steckhölzer gewinnen © Thomas Oswald – Fotolia.com

Am besten geeignet ist diese Methode für Blütensträucher und sehr stark wachsende Gehölze. Dazu zählen zum Beispiel Pfeifenstrauch, Forsythie, Scheinhasel, Gartenflieder, Weigelie, Fingerstrauch, Ball-Hortensie, Sommerflieder und der Schneeball.

Der Winterschnitt ist der ideale Zeitpunkt

Aus einer einzelnen Pflanze kann man so gleich mehrere gewinnen, entweder für den eigenen Garten oder auch als Geschenk. Diese Methode eignet sich also perfekt für diejenigen Gartenbesitzer, die auch einmal untereinander Pflanzen „tauschen“ möchten.

Steckhölzer schneidet man immer in den Monaten, in denen sich die Gehölze in der Winterruhe befindet. Das wäre dann etwa von Oktober und dem dann einsetzenden Laubfall bis Ende Februar. Der Winterschnitt oder das Auslichten von Sträuchern eignen sich wunderbar, um Steckhölzer zu bekommen.

Nur kräftige, einjährige Triebe verwenden

Zur Gewinnung der Steckhölzer wählt man am besten die kräftigen, letztjährigen Triebe, die bereits verholzt sind, kein altes Holz und keine jungen Triebe also. An diesen setzt man jeweils drei Millimeter unter- und oberhalb eines Auges mit der Gartenschere an. Die Länge des Steckholzes sollte etwa 15 bis 20 Zentimeter betragen.

Wichtig ist, dass sich am unteren und am oberen Ende jeweils ein Paar Knospen befindet.  Das ist enorm wichtig, denn daraus sollen sich später die neue Wurzeln und oberirdische Triebe entwickeln.

Das obere Ende wird gerade geschnitten, das untere Ende wird angeschrägt, mit diesem Ende wird das Holz in die Erde gesteckt. Geschnitten und anschließend gesteckt wird immer bei frostfreier Witterung.

Man kann die Steckhölzer auch gut lagern, um sie später im Garten zu platzieren. Dann nimmt man immer ein ganzes Bündel der Steckhölzer und lagert sie in feuchtem Sand. Gelagert werden die Steckhölzer an einem frostfreien und dunklen Ort, regelmäßiges Lüften darf nicht vergessen werden.

Die Steckhölzer richtig stecken

Stecklinge haben unterirdisch beim Stecken schon zwei Blattknoten, so dass die Verwurzelung und das Wachstum recht schnell von statten gehen. Steckhölzer muss man deshalb meistens etwas tiefer in die Erde stecken.

Die Steckhölzer verfügen über keine schützenden Blätter und brauchen bei kühler Witterung auch viel länger bis sie anwachsen. Deshalb müssen sich möglichst viele Blattknoten unter der Erde befinden, damit das Anwachsen gewährleistet ist.

Mindestens zwei Drittel des Steckholzes sollten sich unter der Erde befinden, manche Hobbygärtner lassen auch lediglich die obersten Blattknoten herausschauen. Der Erdboden sollte etwas feucht sein, während der Anwachsphase darf er nicht komplett austrocknen. Man kann die Steckhölzer übrigens auch in Töpfe oder Kübel stecken.

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