Gute Alternativen zum Buchs

Der Buchsbaum war bisher in deutschen Gärten äußerst beliebt, er diente meistens als Heckenpflanze oder als Einfassung für Beete. Doch in den vergangenen Jahren wurde die Pflanze anfällig für verschiedene Pilze und Schädlinge, so dass sie aus immer mehr Gärten verschwindet.

Der Liguster kann den Buchs ganz wunderbar ersetzen © Frank-Peter Funke - Fotolia.com

Der Liguster kann den Buchs ganz wunderbar ersetzen © Frank-Peter Funke – Fotolia.com

Vor einigen Jahren machte sich eine Pilzkrankheit in Deutschland breit, die zum Absterben unzähliger Pflanzen führte. Dann wurde der Buchsbaumzünsler aus Asien eingeschleppt und bringt seither die Hobbygärtner zur Verzweiflung.

Buchsbaumzünsler vernichtet unzählige Pflanzen

Der Buchsbaumzünsler ist zum größten Feind des Buchses geworden, die Raupen des aus Ostasien stammenden Kleinschmetterlings können großen Schaden anrichten und ganze Hecken zum Absterben bringen.  Wenn eine Bekämpfung nicht frühzeitig erfolgt, bleibt meistens nur das Entfernen der befallenen Pflanzen.

Pilzerkrankungen und der Buchsbaumzünsler lassen sich allerdings nur schwer bekämpfen. Deshalb suchen immer mehr Gartenbesitzer nach guten Alternativen, wenn sie eine Hecke neu anlegen, oder wenn der Buchsbaum letztendlich entfernt werden muss.

Der Buchsbaum ist sehr vielseitig einsetzbar im Garten, meistens wird damit eine niedrige Hecke angelegt. Die Pflanze wächst zwar sehr langsam, ist dafür aber pflegeleicht und wächst recht kompakt.

Wer gar nicht auf den Buchs verzichten möchte, der sollte zumindest robustere Sorten auswählen. Die Sorte „Suffruticosa“ ist äußerst beliebt aber anfällig, widerstandsfähiger sind dagegen die Sorten Buxus microphylla „Faulkner“ oder der Buxus sempervirens.

Was können aber brauchbare Alternativen sein, die ein guter Ersatz für den Buchs sein können? Rein optisch unterscheidet sich schon einmal die Japanische Stechpalme (Ilex crenata) kaum vom Buchsbaum.

Die Stechpalme überzeugt durch gute Winterhärte, einen guten Wuchs auch bei Wurzelkonkurrenz und die Verträglichkeit von Schatten und ungünstigem Klima in Stadtgebieten. Sie verträgt dagegen große Hitze und längere Trockenphasen schlecht, und auch Staunässe muss vermieden werden.

Eine weitere Alternative könnte der Liguster (Ligustrum vulgare) „Atrovirens“ sein. Diese Pflanze eignet sich wunderbar zur Anlage einer Hecke, denn sie ist äußerst robust und unkompliziert. Im Winter verliert der Liguster einen Teil der Belaubung.

Empfehlenswerte Alternativen

Die Heckenmyrthe ist in erster Linie als ein sich schnell ausbreitender Bodendecker bekannt, eignet sich jedoch auch wunderbar als Heckenpflanze. Nachfolgend stellen wir noch ein paar Alternativen vor:

Buchsblättrige Berberitze (Berberis buxifolia „Nana“): völlig frosthartes Zwerggehölz mit kompaktem Wuchs

Spindelstrauch (Euonymus fort. „Coloratus“): sehr frostharter Selbstklimmer mit schwachem Wuchs

Strauchveronika (Hebe „Green Globe“): bedingt frostharte, kleine Pflanze, ideal für Kübel

Japanische Stechpalme (Ilex crenata): gut frostharte Pflanze, Sorte „Convexa“ vor allem geeignet als Hecke, Sorte „Dark Green“ für alle Bereiche

Wintergrüner Liguster (Ligustrum ovalifolium): gut frosthart, schnittverträglich, schneller Wuchs

Gewöhnlicher Liguster (Ligustrum vulgare „Liga“): völlig frosthart

Glänzende Heckenkirsche (Lonicera nitida „Maigrün“): gut frostharte Pflanze mit einer Höhe von bis zu 100 cm

Steineibe (Podocarpus nivalis): gut frosthart

Gewöhnliche Eibe (Taxus baccata): sehr frostharte und langlebige Pflanze, sehr schnittverträglich

Quelle: Zeitschrift „Gärtnern leicht gemacht“

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