Kirschlorbeerhecke pflegen

Der Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) stammt ursprünglich aus Kleinasien, wird jedoch in Deutschland schon einige Jahrhunderte kultiviert. Nicht nur in Parkanlagen ist er eine beliebte Heckenpflanze, auch in privaten Gärten sieht man ihn sehr häufig.

Dort wird der Kirschlorbeer hauptsächlich zur Gestaltung einer Hecke verwendet, er macht sich jedoch auch als Solitärpflanze sehr gut. Der dekorative Strauch ist äußerst pflegeleicht und anspruchslos, er gedeiht auf jedem Boden.

Eine Kirschlorbeerhecke ist sehr beliebt. © tsach - Fotolia.com

Eine Kirschlorbeerhecke ist sehr beliebt. © tsach – Fotolia.com

Rückschnitt ist die wichtigste Pflegemaßnahme

Wenn es um die Pflege des Kirschlorbeers geht, ist in erster Linie an einen regelmäßigen Rückschnitt zu denken. Man kann den Strauch mehrmals im Jahr schneiden, denn er steckt das gut weg und bleibt auf diese Weise in Form. In einer Vegetationsperiode kann der Zuwachs durchaus mehr als 20 Zentimeter betragen.

Der erste Schnitt erfolgt gleich im Frühling zu Beginn der Gartensaison, hier kann man ruhig ordentlich kürzen. Eine Hecke kann man außerdem zwischen Ende Mai und Anfang Juni schneiden, und dann ein letztes Mal Anfang August.

Für den Rückschnitt des Kirschlorbeers sucht man sich einen Tag aus, an dem es weder zu heiß noch zu nass ist, ansonsten drohen entweder Sonnenbrand oder Pilzinfektionen.

Kirschlorbeer verrottet übrigens nur sehr schlecht, deshalb kann man das Schnittgut nur auf den Kompost geben, wenn dieser gut gemischt ist. Man sollte deshalb immer wieder eine Schicht Erde zwischen die Pflanzenabfälle geben.

Gießen und Düngen des Kirschlorbeers

Staunässe verträgt die Pflanze nicht, jedoch muss man längere Trockenheit vermeiden, sonst drohen Pilzinfektionen. Auch wenn die Temperaturen nicht so hoch sind, braucht der Strauch ausreichend Wasser. Da die Pflanze immergrün ist, verdunstet eine große Menge Feuchtigkeit über die Blätter.

Ist der Boden an Wintertagen frostfrei, sollte man ruhig etwas wässern. Während einer längeren Trockenperiode oder wenn der Boden sehr sandig ist, muss man den Kirschlorbeer unbedingt mit viel Wasser versorgen.

Ist der Boden im Winter gefroren, dann kann die Pflanze an kalten, sonnigen Tagen nicht genügend Feuchtigkeit aufnehmen und ist deshalb auf Zufuhr von außen angewiesen. Leidet die Pflanze unter Wassermangel, können sich die Blätter braun verfärben und auch abfallen.

Sollten bereits Schäden am Strauch entstanden sein, kann man diese im kommenden Frühjahr durch einen gezielten Rückschnitt ausmerzen. Den Kirschlorbeer sollte man auch ab und zu mit Dünger versorgen, hierfür eignen sich Hornmehl oder -späne. Allerdings darf man nur bis August düngen.

Düngt man zu einem späteren Zeitpunkt noch, so kann noch vor dem Winter ein erneuter Austrieb erfolgen, die frischen Blätter würden den Winter dann kaum überstehen. Im Winter muss man der Pflanze besondere Aufmerksamkeit schenken. Herrscht sehr strenger Frost, muss man das Gehölz auf jeden Fall zusätzlich schützen.

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