Kohl hat im Herbst Hochkonjunktur

Die Gemüsebeete sind nun leergeräumt, außer man hat sich im heimischen Garten für den Anbau von Kohl entschieden. Im Spätherbst kann man von vielen verschiedenen Kohlsorten profitieren, und die unterschiedlichsten Gerichte damit zaubern.

Was die Ernte von Kohl angeht, so kann man sich getrost viel Zeit lassen. Durch Frost wird die Einlagerung von Zucker gefördert, so dass der Geschmack wesentlich milder wird. Somit kann man den Kohl über viele Wochen je nach Bedarf ernten.

Wildkohl, Spitzkohl und Wirsing

Ursprünglich stammen alle Sorten vom Wildkohl ab, den man heute sogar noch auf der Insel Helgoland an den Felsen der Küste findet. Doch auch an der Nordsee, in den nördlichen Mittelmeerländern oder am Atlantik in Frankreich, trifft man auf den Wildkohl.

Besonders beliebt in heimischen Gärten ist zum Beispiel der Spitzkohl, den man vor allem in Form des berühmten Filderkrautes kennt. Die Köpfe können ein Gewicht von bis zu fünf Kilogramm erreichen und verfügen über zarte Blätter mit schmalen Blattrippen.

Der Spitzkohl lässt sich fein hobeln, salzen und dann milchsauer vergären, so entsteht ein besonders zartes Sauerkraut.

Während Rot- und Weißkohl Kälte gegenüber etwas sensibel sein können, ist der Wirsing äußerst widerstandsfähig. Zum Überwintern bietet sich vor allem die bewährte Sorten „Winterfürst 2“ an.

Es gibt auch Früh- und Sommerwirsing, doch diese Züchtung hat dunkelgrüne Blätter, die die sehr blasig gewellt sind. Wird es im Spätherbst noch einmal schön warm, wachsen die Köpfe sogar weiter. Um die Wurzeln vor dem erfrieren zu schützen, sollte man sie etwas anhäufeln.

Grünkohl und Rosenkohl

Wenn es um die größte Ähnlichkeit mit dem Wildkohl geht, kommt der Grünkohl definitiv an erster Stelle. Er unterscheidet sich allerdings in der Höhe sowie in der Kräuselung der Blätter.

Kennt man sich mit Grünkohl ein wenig aus, belässt man das glatte Grün im unteren Bereich der Stängel stehen und erntet lediglich die oberen und mittleren Blätter der Pflanzen.

Besonders früh kann man den aus südlichen Gefilden stammenden Palmkohl, nämlich schon im Oktober. Während andere Züchtungen erst durch Frost so richtig schmackhaft werden, schmeckt diese Sorte auch ohne nicht sonderlich deftig.

Wohnt man in Gegenden mit besonders strengen Wintern, sollte man den Grünkohl in der kalten Jahreszeit unbedingt schützen. Da Grünkohl die Sorte mit dem höchsten Gehalt an Vitamin C ist, sollte man ihn nicht zu lange garen.

Häufig im Garten begegnet man auch dem Rosenkohl, bei dem die Knospen in den Blattachseln der Stängel dicht beieinander sitzen. Pro Staude kann man in einer Saison mit rund 20 bis 40 dieser Knospen rechnen.

Damit die Ernte gut ausfällt, sollte man während der Phase des Hauptwachstums besonders gut wässern und die Pflanzen auch mit gutem Dünger versorgen. Häufig wird ein Entgipfeln oder -blättern empfohlen, dies sollte man jedoch lieber sein lassen, da die Knospen dann keinen Schutz vor der Witterung haben.

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