So gelingt der Anbau von Blaubeeren

Viele Hobbygärtner trauen sich nicht an den Anbau von Preisel- oder Heidelbeeren in ihrem Garten heran. Das liegt daran, dass diese Pflanzen als sehr anspruchsvoll gelten. Das ist jedoch nur teilweise richtig, denn wenn man die optimalen Bedingungen bieten kann und die Beete entsprechend vorbereitet, steht der Genuss eigener Beeren eigentlich nichts mehr im Weg.

Blaubeeren brauchen eine speziellen Untergrund zum Gedeihen

Blaubeeren brauchen eine speziellen Untergrund zum Gedeihen

Wilde Beeren sind ja wegen ihres tollen Aromas sehr beliebt bei den Sammlern. Doch die meisten Sorten für den Garten können da locker mithalten. Im Handel findet man eine große Auswahl an alten und modernen Züchtungen, die eine reiche Ernte versprechen.

Tipps für den Anbau der Heidelbeeren

Beim Anbau von Blaubeeren kommt es vor allem auf die Vorbereitung des Bodens an, denn er normale Gartenboden ist nicht ideal für diese Pflanzen. In der Natur gedeiht dieses Heidekrautgewächs ja auf sandigem bis moorigem Untergrund, der zudem reich an Humus ist.

Diese Bedingungen muss man nun imitieren, indem man zunächst Rindenkompost von Tannen, Kiefern oder Fichten einarbeitet. Zudem gehört dann noch eine etwa 15 Zentimeter hohe Mulchschicht aus Hackschnitzeln von Nadelhölzern darauf.

Dieses Nadelholz brauchen die Heidelbeeren, da sich nur darin ein wichtiger Pilz heimisch fühlt. Zudem hält die Mulchschicht auch das Unkraut in Schach. Das Jäten ist bei Heidelbeeren nämlich schwierig, da die Wurzeln sich dicht unter der Oberfläche befinden.

Haben sich die Sträucher gut verwurzelt, dann kann man mit einem jährlichen Ertrag zwischen 6 und 10 Kilogramm rechnen.

Es ist ratsam unterschiedliche Sorten im Garten zu platzieren, denn durch verschiedene Reifezeiten lässt sich die Erntesaison verlängern. Außerdem kann man größere Beeren erwarten, wenn eine Fremdbestäubung stattfindet.

Das Pflanzen der Heidelbeeren

Bevor es ans Pflanzen der Sträucher geht, hebt man eine Grube mit einer Breite von einem Meter und einer Tiefe von 40 Zentimetern aus. Der Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen sollte mindestens 70 cm betragen, entsprechend lang muss man die Länge des Beetes kalkulieren.

Die Grube wird dann bis fast unter den Rand mit einer sauren Erde speziell für Hortensien oder Rhododendren aufgefüllt. Um einen strukturierten Untergrund zu bekommen, arbeitet man noch Nadelholz-Hackschnitzel mit ein.

Der Strauch wird dann so in die Grube gesetzt, dass der Ballen etwa fünf Zentimeter aus der Erde ragt. Dann bringt man die Mulchschicht auf und gießt die Sträucher mit Regenwasser.

Die richtige Pflege der Sträucher

Zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen bei den Heidelbeeren zählt der regelmäßige Rückschnitt. An den zweijährigen Trieben wachsen die schönsten Früchte, werden die Zweige älter, so reifen die Beeren später und bleiben durchschnittlich auch kleiner.

Aus diesem Grund werden die drei- bis vierjährigen Zweige direkt über einem jungen Seitentrieb gekappt. Sind Triebe sehr vergreist, werden sie ganz entfernt, dafür werden dann kräftigere Triebe aus dem Boden nach oben gezogen.

Die Erde sollte gleichmäßig feucht gehalten werden, im Frühjahr bekommt den Sträuchern ein Dünger für Rhododendren gut.

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