Tipps für den Anbau der Paprika

Lange Zeit galt die Paprika vor allem als Zierpflanze, denn früher kannte man nur Gewürzpaprika, der so scharf wie Peperoni oder Chili war. Erst in den 50er Jahren erlebte die Paprika einen Boom, denn man begann mit dem Züchten von milden Sorten, die nur wenig Capsaicin enthalten.

Paprika ist im Garten sehr kälteempfindlich, das sollte beim Anbau berücksichtigt werden

Paprika ist im Garten sehr kälteempfindlich, das sollte beim Anbau berücksichtigt werden

Während Chili und Peperoni ja länglich waren, konnte man die runde Paprika gut von ihnen unterscheiden. Doch mittlerweile gibt es solch eine Sortenvielfalt, dass man auch Paprikas in außergewöhnlichen Formen und Farben findet.

Voraussetzungen für den Anbau von Paprika

Inzwischen findet die Paprika auch immer mehr Anhänger unter den Hobbygärtner, denn gerade die verschiedenen Sorten machen den Anbau so interessant. Doch damit das Gemüse auch ordentlich gedeiht, müssen beim Anbau ein paar Voraussetzungen erfüllt sein.

Die Paprika stammt ursprünglich aus südlichen Gefilden, so ist es nicht weiter verwunderlich, dass sie einen sonnigen Platz im Garten braucht. Ideal sind übrigens Temperaturen zwischen 20 und 24 Grad, die Paprika ist nämlich sehr empfindlich gegenüber Kälte.

Möchte man die Paprika also im Garten pflanzen, so muss man sich für Sorten entscheiden, die recht robust sind und früh reif werden. Dazu zählen zum Beispiel die Sorten „Frühzauber“, „Pinocchio F1“ und „Pusztagold“.

Im Freiland ist der Anbau wegen der möglichen Temperaturschwankungen immer mit einem gewissen Risiko behaftet. Wer sicher gehen möchte, der bevorzugt die Kultivierung im Gewächshaus oder zumindest im Folientunnel.

Die richtige Pflege der Paprika

Entscheidet man sich für die Aufzucht im Gewächshaus, dann muss im Sommer an heißen Tagen unbedingt gut gelüftet werden, sonst wirft sie Blätter und Blütenansätze gerne ab. Man kann die Paprika auch gut in einen Kübel pflanzen, der dann geschützt auf der Terrasse steht.

Mit der Vorkultur kann man ab März im Haus beginnen. Ins Freiland dürfen die Jungpflanzen dann erst ab etwa Mitte Mai, wenn keine Fröste mehr durch die Eisheiligen drohen.

Bevor man sich ans Pflanzen macht, wird noch etwas organischer Dünger und Kompost in die Erde eingearbeitet. Befinden sich im Beet noch andere Pflanzen, so muss zu allen Seiten ein Abstand von mindestens 40 cm eingehalten werden.

Um genügend Standfestigkeit zu erreichen, werden die Pflanzen nach wenigen Wochen mit Erde angehäufelt. Bei hochwachsenden Sorten oder solchen mit großen Früchten, muss an die Fixierung an einem Stab gedacht werden.

Die Pflanzen müssen regelmäßig mit Wasser versorgt werden, eine Mulchschicht aus Rasenschnitt verhindert die schnelle Verdunstung. In den Sommermonaten sollte mehrmals Dünger verabreicht werden, zum Beispiel auch in Form von Brennnesseljauche.

Leider sind Paprikapflanzen sehr anfällig für Blattläuse. Diese können sich rasend schnell vermehren, deshalb regelmäßig die Pflanzen kontrollieren, um frühzeitig eingreifen zu können.

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