Feurige Chili im Topf anpflanzen

Chili gehört zu den beliebtesten Gewürzen, denn sie verleiht vielen Gerichten die richtige Schärfe. Eigentlich stammt die scharfe Schote ja auch Süd- und Mittelamerika, doch man kann sie mittlerweile auch wunderbar in einem Topf auf der Terrasse anpflanzen.

Eine einzige Chili-Pflanze reicht vollkommen für einen Haushalt aus

Frische Chilis sind viel milder als die getrocknete Variante, außerdem entfalten sie so ein herrliches fruchtiges Aroma. Verantwortlich für die Schärfe sind die Samen, die sich in den Scheidewänden der Frucht verbergen, am schärfsten sind die Chilis am Stiel, nach unten hin nimmt die Schärfe deutlich ab.

Nicht alle Chilis sind gleich scharf

Ein einziges Exemplar auf dem Balkon oder der Terrasse reicht vollkommen aus, um den Bedarf eines Haushaltes zu decken. Für den Anbau auf dem eigenen Grundstück bieten sich verschiedene Sorten an, die sich nicht nur in der Wuchshöhe unterscheiden, sondern auch bei der Schärfe.

Die Schärfe hängt immer vom Gehalt an Capsaicin in den Schoten ab. Dass viele Chilisorten teilweise sogar unangenehm scharf sind liegt daran, dass nicht die Geschmacksknospen davon angesprochen werden, sondern die Nervenzellen, die dann ein Schmerzsignal an das Gehirn senden.

Ein Anbau auf dem Balkon ist problemlos möglich

Für den Anbau der Chili sollte man einen Topf mit einem Durchmesser von mindestens 25 Zentimeter wählen. Bevor es aber in den großen Topf geht, werden die Chilis erstmal vorgezogen, am besten in so genannten Multiplatten.

In diese gibt man etwas Aussaaterde und drückt diese sanft an. Die Samen werden nun einzeln auf dei Erde aufgebracht und nur mit ganz wenig Erde bedeckt. Nach dem Angießen wird die Multiplatte an einen warmen Ort gestellt, die Erde muss immer gut feucht gehalten werden.

Wenn die Sämlinge etwas gewachsen sind, werden sie in einzelne Töpfe umgesetzt, die man zuvor mit einer guten Gemüseerde befüllt hat. Sobald der Wurzelballen ordentlich ausgebildet ist, werden die Chili-Pflanzen dann in den endgültigen Topf gepflanzt.

Die Erde versetzt man mit der halben Dosierung eines Langzeitdüngers, die Pflanzen müssen unbedingt hell und sonnig stehen. Damit man mit einer reichen Ernte rechnen kann, sollte man die erste Blüte der Pflanze unbedingt ausbrechen.

Sobald die Chili dann in voller Blüte steht, verabreicht man ihr noch etwas hochwertigen Gemüsedünger, der nur wenig Stickstoff aber viel Kalium enthält. Sehr gut geeignet ist zum Beispiel ein Dünger für Tomaten.

Kleinwüchsige Sorten mit einer Höhe von maximal 30 Zentimetern sind zum Beispiel „Hungarian Hot Wax“ und „Red Missile“, zweitere bleibt sogar noch kleiner.

Foto: © zdshooter – Fotolia.com

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