Teichpflege im Sommer – Algen bekämpfen

Der Sommer ist für Teichbesitzer wohl die schönste Jahreszeit, denn alles steht in voller Blüte, und die Sonne spiegelt sich so herrlich auf der Wasseroberfläche. Der Gartenteich ist voller Leben, doch die Teichpflege darf nicht zu kurz kommen.

Zu viel Fischfutter kann das Algenwachstum stark fördern © Onkelchen - Fotolia.com

Zu viel Fischfutter kann das Algenwachstum stark fördern © Onkelchen – Fotolia.com

Vor allem wenn man Fische im Gartenteich hat, darf man die Pflege nicht vernachlässigen. Im Sommer geht es vor allem darum, das Wachstum der Algen einzudämmen und das Wasser auch bei hohen Temperaturen sauber zu halten.

Algen gehören zum Gartenteich einfach dazu

Normalerweise sind Teiche im Garten recht pflegeleicht, da es sich ja um ein geschlossenes Ökosystem handelt. Doch im Sommer kann das Wasser schnell trüb werden, wenn die Algen einfach überhand nehmen.

Doch Algen sind auch etwas ganz natürliches, und Algen sind nicht gleich Algen. Es gibt zum Beispiel ganz winzige Blau- und Grünalgen, die allerdings nicht das Wasser trüben, sondern nur als leichter Schimmer zu erkennen sind.

Wasserflöhe ernähren sich davon, so dass man kaum befürchten muss, dass die Algen sich zu stark vermehren. Algen sind also im Grund vollkommen harmlos, solange das Wasser im Teich Nährstoffe in der optimalen Menge enthält.

Ein Zuviel an Phosphat stört das Gleichgewicht

Kritisch wird es nur wenn der Gehalt an Phosphat im Wasser ansteigt, denn dann fühlen sich Algen so richtig wohl. Sobald im Sommer dann auch noch die Temperaturen ansteigen, können sie sich schlagartig vermehren – man nennt dies auch Algenblüte.

Besonders gefürchtet sind die Fadenalgen, denn sie sind wesentlich größer und können für eine komplette Trübung des Wassers sorgen, wenn sie sich explosionsartig vermehren. Später sterben diese Algen ab und setzen sich am Boden des Teiches ab.

Dort werden sie dann zersetzt, so dass die Konzentration an Sauerstoff abnimmt. Natürliche Folge davon ist, dass Fische nicht mehr ausreichend Sauerstoff haben und qualvoll ersticken können, außerdem kippt das Wasser um.

Phosphat gelangt vor allem durch zu viel Fischfutter oder auch den Kot der Fische ins Wasser. Darüber hinaus sorgt auch Laub, das auf den Teich gelangt, für einen leichten Anstieg des Phosphat-Gehaltes.

Schon bei der Anlage des Teiches auf vieles achten

Vorbeugen ist immer besser, deshalb kann man schon einiges tun, wenn man einen Gartenteich anlegen möchte. Die meisten legen einen Teich in einer leichten Senke an, wesentlich günstiger ist jedoch eine etwas erhöhte Stelle im Garten, alternativ kann man auch einen Drainage-Graben mit einer Tiefe von 60 cm um den Teich herum anlegen.

Der Teich sollte auch nicht in der prallen Sonne liegen, denn die UV-Strahlung fördert die Vermehrung der Algen. Der Teich sollte darüber hinaus möglichst tief sein, denn in flacheren Gewässern mit weniger Wasser bilden sich schneller Algen.

Auf den Boden des Teiches kommt Sand, der arm an Nährstoffen ist, die Menge sollte auch so gering wie möglich sein. Wenn man den Gartenteich mit Leitungswasser füllt, dann sollte man sich bei den Wasserwerken nach den Phosphat-Werten erkundigen, bei zu viel Phosphat helfen Phosphat-Binder. Noch besser ist die Verwendung von Grundwasser.

Wie kann man die Algen bekämpfen?

Wenn Algen sich zu stark vermehren,  dann ist es Zeit, etwas dagegen zu unternehmen. Regelmäßig sollten Laub und andere abgestorbene Pflanzenteile von der Wasseroberfläche entfernt werden, damit erst gar keine Zersetzung stattfinden kann. Hilfreich kann dabei ein so genannter Skimmer sein.

Um Ablagerungen im Gartenteich zu entfernen, kann man einen Teichschlammsauger einsetzen, im Herbst sollten Teiche am besten mit einem Netz überspannt werden, damit erst gar kein Laub hinein gelangt.

Gerade wenn man Fische im Teich hat, sollte man in ein hochwertiges Filtersystem investieren. Füttern sollte man nicht übermäßig, sondern so wenig wie möglich. Deshalb dürfen auch nicht zu viele Tiere in den Gartenteich gesetzt werden.

Im Handel gibt es für den Notfall auch spezielle Algen-Vernichter, die bei Bedarf eingesetzt werden können. Manchmal ist der Algenbefall so enorm, dass man um einen Austausch des kompletten Wassers nicht herum kommt. 

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