Eine Terrasse aus Stein oder Holz bauen?

Im Sommer sitzen wir alle gerne auf der Terrasse und genießen unsere Freizeit. Wenn man ein eigenes Haus baut, dann will man in der Regel auch eine Terrasse am Haus, und dann stellen sich Fragen über Fragen.

Eine Holzterrasse ist besonders gemütlich © Maksim Kostenko - Fotolia.com

Eine Holzterrasse ist besonders gemütlich © Maksim Kostenko – Fotolia.com

Bei den Bodenbelägen hat man die Qual der Wahl, und die sollte nicht nur vom persönlichen Geschmack abhängen. Ein wichtiger Aspekt ist vor allem die Haltbarkeit und die Robustheit, denn schließlich muss der Terrassenboden auch einiges aushalten.

Nicht nur die Witterung setzt dem Material zu, es werden auch Gartenmöbel darauf herum gerückt, es entstehen Flecken beim Essen und Trinken, und auch Ungeziefer kann sich daran zu schaffen machen.

Ein Terrassen-Boden aus Holz

Holz ist für viele Hausbesitzer das Material, dass sie sich am ehesten für die  Garten-Terrasse wünschen. Holz ist optisch einfach hübsch anzuziehen, hat einen mediterranen Charakter und strahlt eine gewisse Wärme und Gemütlichkeit aus.

Aber viele fürchten sich auch vor dem Pflegeaufwand und der Anfälligkeit gegenüber Ungeziefer aller Art. Darüber hinaus ist Holz besonders empfindlich gegenüber Feuchtigkeit, Sonne macht das Holz auf der anderen Seite schnell spröde.

Ein weiterer Aspekt ist der Preis, denn gutes Holz ist nun einmal nicht gerade billig. Es gibt also eine Menge negative Punkte, was das Holz angeht, doch genauer betrachtet, entsprechen nicht alle Vorurteile genau der Wahrheit, wenn man die Sache richtig angeht.

Ob das Holz sehr viel Pflege benötigt, hängt von der Wahl der Holzart ab, denn hier gibt es große Unterschiede. Hier sollte auch nicht unbedingt der günstigste Preis im Vordergrund stehen, denn auch Pflegemaßnahmen gehen schnell ins Geld.

Wer also lange Freude an seiner Terrasse haben möchte, und das ohne viel Aufwand, der sollte das Holz mit Bedacht auswählen. Sehr gut für den Garten eignen sich neben der Douglasie auch die Lärche, hier sollte man die stabilere finnische oder sibirische Lärche bevorzugen.

Eine gute Alternative zum Teak ist zum Beispiel die Robinie, die sehr witterungsbeständig ist und zudem aus Europa stammt. Ebenfalls gut geeignet für den Terrassen-Belag ist die gute alte Eiche, Tropenholz braucht also kein Mensch.

Beim Bau der Terrasse aus Holz sollte darunter unbedingt ein Vlies ausgelegt werden, darüber kommt eine Kies-Schicht von etwa fünf Zentimetern. Das hilft nicht nur gegen Ungeziefer, sondern verhindert auch das Sprießen von Unkraut durch die Bretter.

Wenn man sich für eine Terrasse aus Holz entscheidet, dann muss man sich darüber im Klaren sein, dass diese ab und zu einen neuen Anstrich benötigt. Nicht nur, um sie optisch wieder aufzuwerten, sondern auch um sie vor der Witterung zu schützen.

Die Holzdielen müssen unbedingt optimal belüftet sein, sonst entsteht schnell Moos und das Material beginnt zu verwittern. Wer die Holzoptik mag, aber etwas beständigeres bevorzugt, der kann auch auf das Holzersatz-Material WPC setzen.

Ein Terrassen-Boden aus Stein

Wer meint, ein Steinboden käme ohne Pflege aus, der hat sich gewaltig geirrt. Auch ein Terrassen-Belag aus Stein muss gepflegt werden. In den Fugen können sich Unkräuter festsetzen, und außerdem werden die Steine im Lauf der Zeit etwas grünlich.

Natürlich hält Stein der Witterung wesentlich besser stand, so dass man viele Jahrzehnte daran Freude hat. Darüber hinaus ist das Material in der Regel auch günstiger als Holz, und auch die Verarbeitung ist einfacher.

Bei der Gestaltung der Terrasse hat man freie Hand, denn die Auswahl an Steinplatten in den unterschiedlichsten Färbungen und mit verschiedenen Strukturen ist riesengroß. Egal ob man sich für Beton, Natur- oder Pflastersteine entscheidet, jede Terrasse erhält ihren individuellen Charakter.

Sehr interessant wirkt es auch, wenn man verschiedene Steinarten miteinander kombiniert, dadurch entstehen ganz raffinierte Effekte. Falls etwas verschmutzt ist, kann man den Steinboden ganz einfach mit Wasser und einer Bürste reinigen.

Beim Bau der Terrasse aus Stein ist allerdings wichtig, dass Wasser gut abfließen kann, ein ausreichendes Gefälle ist also absolut notwendig. Wenn man eine große Terrasse plant, dann könnte dieses Gefälle optisch dann eventuell schon etwas stören.

Wenn man gerade erst gebaut hat, dann sollte man mit dem Bau allerdings etwas warten. Falls man die Terrasse zu früh anlegt, kann die Terrasse später etwas absinken, es können Pfützen entstehen, die dann durchaus Wasserschäden verursachen können.

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