Terrassen-Dielen richtig verlegen

Eine Terrasse vermag den Erholungswert eines jeden Gartens zu steigern. Zahlreiche Gartenbesitzer sind sich allerdings unschlüssig darüber, welcher Baustoff am besten verwendet wird und ob sie den Bau einer Terrasse selbst vornehmen oder lieber einen Profi damit beauftragen sollen.

Das Verlegen von Terrassen-Dielen ist gar nicht so schwer © junej - Fotolia.com

Das Verlegen von Terrassen-Dielen ist gar nicht so schwer © junej – Fotolia.com

Die Frage des Baustoffes lässt sich leicht klären, indem man über Anbieter wie Casando.de Informationen sammelt und diese in Ruhe auswertet.

Bei der Entscheidung ob Profi oder Eigenbau lässt sich nicht leugnen, dass die zweite Variante deutliche Kosteneinsparungen verspricht.

Und wer beim Verlegen der Terrassen-Dielen folgende Anleitung beachtet, wird sich im Nu eine tolle Terrasse zaubern können.

Planung und Vorbereitung des Untergrundes

Dem Bau der Terrasse sollte stets eine sorgfältige Planung vorausgehen. Je nach Ausführung können die Planungsunterlagen nämlich für die Baugenehmigung erforderlich werden. Die geplante Fläche der Terrasse kann mithilfe von Holzpfählen und einer Schnur veranschaulicht und exakt abgemessen werden.

Der Boden sollte ein geringfügiges Gefälle (3%) von der Terrasse weg zum Garten haben. Alle weiteren Unebenheiten sind durch Verdichten und Auffüllen zu beseitigen. Unkraut und Steine sind gründlich zu entfernen.

Das Fundament anlegen

Der Untergrund sollte so ausgebildet sein, dass ein ausreichender Abtransport von Feuchtigkeit (Regenwasser) sichergestellt ist. Ideal wären etwa eine Sandschicht mit Kiesschüttung und darauf ein Wurzelvlies. So hat das Unkraut keine Chancen durch die Dielenfugen zu wachsen.

Terrassen-Dielen benötigen stets eine Unterkonstruktion, auf welcher sie montiert werden können. Hierzu eignen sich Gehwegplatten aus Beton, zumal das Regenwasser ihnen wenig anhaben kann.

Die Platten sollten einen Abstand von ungefähr 50 cm zueinander haben, so dass die Traghölzer des Terrassenbodens später durch Belastung nicht durchbiegen können.

Die Unterkonstruktion erstellen

Dies besteht aus Lagerhölzern oder Latten, welche mit verstellbaren Auflagern oder gegenläufigen Keilen so unterfüttert werden, dass sich ein direkter Kontakt zum Untergrund ausschließen lässt. Der Abstand zwischen den Balken sollte nicht größer als 40 cm sein.

Die Holzbalken sind rechtwinklig zur Hauswand und parallel zueinander auszurichten. Nur auf diese Weise kann sich ein solides Tragwerk bilden. Ferner lässt sich so verhindern, dass die Terrassenkonstruktion nicht im Wasser steht (Verrottungsgefahr).

Mit den Unterlagen wird außerdem eine Nivellierung der Holzkonstruktion (ggf. auch mit einer Wasserwaage) vorgenommen. Das für die Unterkonstruktion verwendete Holz sollte mindestens 45 x 70 mm stark sein und aus derselben Holzart bestehen.

Die äußeren Balken sind an den Seiten so auszulegen, dass sie bündig mit den Betonplatten abschließen. Um einem Verschieben und Verrutschen der Konstruktion zu begegnen, muss diese ausreichend befestigt sein. Sie sollte zudem verwindungssteif und gegen Durchfedern ausgerichtet sein.

Tipp zur Standortwahl: Bei extremer Sonneneinstrahlung sollte die Terrasse gegen Austrocknung geschützt werden. Bei einem äußerst feuchten Standort, sollte hingegen auf gute Belüftungsmöglichkeiten geachtet werden.

Man sollte daher prüfen ob sich der Bau eines Terrassendachs empfiehlt. Eine Nichtbeachtung könnte eine Rissbildung oder einen starken Verzug des Holzes zur Folge haben.

Befestigung der Terrassen-Dielen

Die Verlegung der Terrassen-Dielen erfolgt für gewöhnlich parallel zur Hauswand. Das Rillenprofil der Dielenbretter liegt so quer zur Laufrichtung und verhindert das Ausrutschen auf nassem Holz. Der Abstand zwischen den Terrassendielen sollte 5 bis 8 mm betragen.

So kann sich kein Stauwasser bilden. Ideal ist die Verwendung von Edelstahl-Terrassenschrauben. Mit der Montage der Terrassen-Dielen ist an der Hauswand zu beginnen. Zur Fassade hin ist eine Dehnungsfuge von mindestens 5 mm zu beachten.

Tipp: Durch die Verwendung kleiner Distanzklötzchen, lässt sich ein gleichmäßiges Fugenbild besser erzielen. Die Fixierung und das Verschrauben der Dielen werden durch Spanngurte erleichtert.

Vor dem Verschrauben sollten alle Löcher vorgebohrt werden. Damit diese später eine gerade Linie ergibt, ist die Position der Schrauben zuvor mit einem Bleistift einzuzeichnen. Auf ebenen, mit Gefälle hergestellten Untergründen lassen sich Terrassendielen auch vollflächig verkleben oder sogar schwimmend verlegen.

Zur schwimmenden Verlegung sind vormontierte Verlegeeinheiten, welche aus Kunststoffformteilen und Dielen bestehen, gut geeignet. Im Falle einer vollflächigen Verklebung sind die Zwischenräume der mit Abstand verlegten Dielen mit einer Spezial-Dichtmasse zu verfugen.

Wichtige Schritte im Überblick:

  • Tragfähigen Untergrund (etwa ein Kiesbett oder Punktfundament) errichten
  • Tragwerksaufbau mithilfe von Holzbalken/-latten sowie Winkel- und Längsverbindern aufstellen
  • Gefälle herstellen, um ein Ablaufen von Regenwasser zu ermöglichen
  • Terrassen-Dielen befestigen: entweder festschrauben, mit Montage-Clips befestigen, schwimmend verlegen oder vollflächig verkleben

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