Die Schamblume (Aeschynanthus)

Zu den berühmtesten Zimmerpflanzen gehört die Schamblume (Aeschynanthus) sicher nicht, da kennt man eher ihre Verwandten aus Afrika, die Usambaraveilchen. Ursprünglich stammt die hübsche Zimmerpflanze aus Asien, wo sie in subtropischen und tropischen Klimazonen auf Bäumen liegend wächst.

Bei uns in Deutschland kann man überwiegend Hybriden kaufen, die durch Kreuzungen entstanden sind. Man kann zwischen verschiedenen Blütenfarben und -formen wählen, außerdem gibt es hängende und aufrecht stehende Sorten.

Die Schamblume (Aeschynanthus) © maljalen - Fotolia.com

Die Schamblume (Aeschynanthus) © maljalen – Fotolia.com

Der ideale Standort für die Schamblume

Wichtig für die exotische Pflanze ist ein heller Platz. Die pralle Mittagssonne sollte man allerdings vermeiden, wo hingegen die Sonne am Morgen oder Abend sehr gut vertragen wird. Die intensive Mittagssonne toleriert die Schamblume nur, wenn der Abstand zum Fenster mindestens einen halben Meter beträgt.

Ideal ist es auch, wenn man einen halbschattigen Standort aussucht, so dass sie dann in die Sonne hinein ranken kann. Warm mag es die Pflanze jedoch, wenn die Luftfeuchtigkeit hoch genug ist. Deshalb wäre auch das Badezimmer ein guter Platz für die tropische Pflanze.

Die Schamblume ist übrigens auch eine hervorragende Pflanze für eine Blumenampel. Ein optimaler Standort für die Schamblumen kann außerdem der Wintergarten sein.

Die richtige Pflege der Schamblumen

Für das Pflanzen der Schamblumen kann man eine herkömmliche Kakteen-Erde verwenden. Oder man befüllt den Topf mit normaler Blumenerde, die mit Tongranulat etwas aufgelockert wurde. In ihrer ursprünglichen Heimat sind die Pflanzen reichlich Feuchtigkeit gewöhnt.

Bei uns ist Staunässe unbedingt zu vermeiden. Gegossen werden die Schamblumen deshalb erst, wenn die oberste Erdschicht schon etwas angetrocknet ist. Hat man eine Sorte mit fleischigen, robusten Blättern, dann wird auch eine kurze Trockenphase durchaus gut verkraftet, da die Blätter Feuchtigkeit speichern können.

Gegossen wird mit entkalktem Wasser, das am besten Zimmertemperatur hat. Auch zum gelegentlichen Besprühen sollte das Wasser nicht kalkhaltig sein. Damit die Wurzeln im Gefäß nicht so leicht faulen, sollte man eventuell auch an eine Drainage-Schicht denken.

Zwischen den Monaten April und September versorgt man die Pflanzen einmal im Monat mit einem guten Flüssigdünger, das sollte den Bedarf an Nährstoffen auf jeden Fall decken. Allerdings düngt man nicht von Anfang an, sondern erst im zweiten Jahr oder nachdem man die Pflanze umgetopft hat.

Das Umtopfen nimmt man entweder direkt nach dem Ende der Blütenzeit oder zeitig im Frühling vor. Bei der Frage der Überwinterung muss man sich nach der jeweiligen Sorte und deren Bedürfnissen richten.

Normalerweise liegt die ideale Temperatur im Winterquartier zwischen 15 und 20 Grad, dann wird man im kommenden Sommer mit einer üppigen Blüte belohnt. Sollte die Blüte sehr schwach ausfallen, ist es empfehlenswert für den darauffolgenden Winter einen etwas kühleren Standort zu finden.

Krankheiten und Schädlinge bei der Schamblume

Meistens zeigt ein Abfallen der Blüten ein Problem an. Entweder ist der Standort zu dunkel, die Luftfeuchtigkeit ist nicht optimal, oder es gab einen plötzlichen Temperaturwechsel. Während der Blütezeit können geringe Veränderungen zu einem vorzeitigen Abwerfen der Blüten führen, man bewegt die Pflanze in dieser Zeit am besten gar nicht.

Wird mit zu kalkhaltigem oder kaltem Wasser gegossen, bekommen die Blätter helle Flecken. Auch wenn die Erde zu viel Kalk enthält, wirkt sich das negativ auf die Pflanze aus, sie bildet nur wenige Knospen aus und gedeiht insgesamt schlechter. Bei den Schädlingen muss man vor allem auf einen Befall mit Spinnmilben oder Blattläusen achten.

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