Blütenpracht im Winter – Schneerosen

Im Winter wirkt der Garten leider immer etwas trist mit kahlen Bäumen und fehlenden Farben. Leider dauert es noch eine ganze Weile, bis der Garten im Frühling wieder zu neuem Leben erwacht, lediglich immergrüne Stauden und Sträucher sorgen für einen kleinen Lichtblick, wenn wir aus dem Fenster schauen.

Schneerosen in ihrer vollen Pracht

Wenn man bestimmte Zwiebelblumen pflanzt, wie zum Beispiel Alpenveilchen oder Schneeglöckchen, dann kann man sich auch zur Winterzeit an herrlichen Blüten erfreuen.

Doch auch die beliebten Lenz- oder Christrosen, die auch gerne als Schneerosen bezeichnet werden, bieten uns im Winter eine wahre Blütenpracht.

Je nach Sorte, erfreuen uns die Christrosen (Helleborus niger) im November oder im Dezember mit ihren wunderschönen Blüten. Die meisten Sorten öffnen ihre Blüten im Dezember, bereits im November blühen zum Beispiel „HGC Joshua“ oder „Praecox“.

Bei den Lenzrosen (Helleborus x orientalis/Helleborus x hybridus) muss man allerdings länger auf die Blütenpracht warten, denn mit dieser ist erst zwischen Januar und April zu rechnen.

Es werden immer wieder neue Sorten gezüchtet

Bei den Hobbygärtnern sind die Schneerosen schon seit jeher äußerst beliebt. Die einzelnen Sorten kreuzen sich gerne untereinander, so dass wir uns an immer wieder neuen Formen und Farben erfreuen können.

Im Handel findet man viele Pflanzen, die nicht exakt einheitlich sind, weil sie aus Samen gezogen wurden. Ganz anders ist das, wenn man die Schneerosen durch Teilung vermehrt, was natürlich viel aufwändiger ist.

Bei den sortenechten Schneerosen muss man keine Überraschungen hinsichtlich des Wuchses, der Farbe oder der Blütenform befürchten, das Erscheinungsbild ist sehr einheitlich. Natürlich muss man auch im Garten mit wilden Kreuzungen rechnen, deshalb sollte man die Samenstände direkt nach dem Verblühen entfernen.

Den richtigen Standort finden

Alle Sorten der Schneerose haben die gleichen Bedürfnisse, deshalb sollte unbedingt ein Platz mit lockerem und humusreichem Boden gefunden werden. Falls der Boden eher sauer ist, dann muss er unbedingt durch die Zugabe von Kalk verbessert werden.

Staunässe ist auf jeden Fall zu vermeiden, denn diese schadet den immergrünen Stauden. Ein halbschattiger Standort ist für die Schneerosen optimal, eine Kombination mit sommergrünen Sträuchern ist nur zu empfehlen, denn diese dienen im Sommer als Schattenspender.

Wenn der Standort stimmt, dann sind die Schneerosen sehr pflegeleicht. Das Laub der benachbarten Pflanzen darf man im Herbst ruhig liegen lassen, es dient als nützlicher Mulch, den Boden sollte man auch nicht unbedingt regelmäßig lockern, das ist eher kontraproduktiv.

Das Pflanzen von Schneerosen

Christrosen werden im Frühling gepflanzt, sobald kein Frost mehr zu befürchten ist. Zuerst hebt man ein Loch aus, das die doppelte Breite und Höhe des Ballens hat. Danach wird das Loch etwa bis zur Hälfte mit lockerer und humusreicher Erde befüllt, darauf wird die Pflanze gesetzt, und der Topfballen dann nur mit ganz wenig Erde bedeckt.

Zum Schluss werden noch eventuell verbliebene Lücken mit Erde aufgefüllt, alles leicht angedrückt und dann noch ausreichend gewässert.

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