Meerrettich im Garten anbauen

Meerrettich ist nicht nur ein sehr würziges und leckeres Gemüse, es besitzt auch eine Heilwirkung. So ist es nicht verwunderlich, dass er auch in heimischen Gärten immer beliebter wird. Viele befürchten, dass der Anbau sehr kompliziert sein könnte.

Dem ist jedoch überhaupt nicht so, und wenn man ein paar Tipps beherzigt kann man sich an einer reichen Ernte erfreuen. Schon bald, nämlich im März/April, kann mit dem Anbau von Meerrettich im eigenen Garten begonnen werden.

Voraussetzungen für den Anbau von Meerrettich

Zunächst geht es darum, einen geeigneten Standort für den Meerrettich zu finden. Grundsätzlich ist der Rettich anspruchslos, wenn nur der Standort stimmt. Er braucht auf jeden Fall einen sonnigen Platz im Garten, um ordentlich gedeihen zu können.

Neben viel Sonne braucht der Meerrettich auch einen lockeren, tiefgründigen Boden, ideal ist mit Sand versetzte Erde. Am besten reichert man den Untergrund noch mit Humus an, das steigert später den Ertrag.

Man sollte auch wissen, dass man an der gleichen Stelle erst wieder nach vier Jahren erneut Meerrettich anbauen sollte. Der Meerrettich bildet keine Samen aus, so dass man auf jeden Fall eine Wurzel braucht.

Bei einem Gemüsehändler oder im Supermarkt besorgt man sich eine kräftige, möglichst gerade Meerrettich-Wurzel, die eine Länge von mindestens 25 Zentimetern hat. Alternativ bekommt man im Fachhandel auch ein Wurzelstück vom Meerrettich, dieses wird auch als Fechser bezeichnet.

Das ist beim Pflanzen von Meerrettich zu beachten

Beim Wurzelstück ist es eigentlich egal, wie groß dieses ist, auch sehr kleine treiben normalerweise problemlos aus. Das führt dazu, dass sich die krautige Pflanze später stark vermehrt, so dass eine Vernichtung sich sehr schwer gestaltet.

Eingepflanzt werden also Stücke des gekauften Meerrettichs oder die Fechser. Man reibt sie vorher sorgfältig mit einem Tuch ab, eventuell vorhandene Seitentriebe werden entfernt.

Gepflanzt wird der Meerrettich am besten in Reihen, der Abstand zwischen den einzelnen Reihen sollte etwa 80 Zentimeter betragen, die einzelnen Pflanzen brauchen einen Abstand von mindestens 30 Zentimetern. Die Wurzelstücke steckt man leicht schräg in die Erde, etwa drei Zentimeter sollten noch aus der Erde ragen.

Die Pflege und Ernte des Meerrettich

Eine gute Bewässerung ist also wichtig, das gilt vor allem für die Phase des größten Wachstums, die sich von Juli bis September erstreckt. Oben wird der Meerrettich Triebe hervor bringen, diese sollten Ende Mai bis Mitte Juni eine Länge von acht bis zehn Zentimetern erreicht haben.

Dann ist der Zeitpunkt gekommen, die Köpfe freizulegen und alle Seitentriebe auszubrechen, so dass nur der stärkste Trieb erhalten bleibt, dann wird dieser wieder mit Erde bedeckt. Acht Wochen später wird dieser Vorgang erneut wiederholt.

Damit der Meerrettich ausreichend mit Nährstoffen versorgt ist, sollte man im Juni/Juli noch einmal etwas Humus in die Erde einarbeiten. Ab und zu wird der Meerrettich von einer Pilzkrankheit befallen, der so genannten Meerrettichschwärze, an Schädlingen können Meerrettichkäfer und Erdflöhe vorkommen.

Zwischen September und April kann der Rettich geerntet werden, mit einem Spaten gräbt man die großen Wurzeln aus, die verbleibenden kleinen Wurzeln treiben später erneut aus. Die Pflanze ist winterhart, so dass die Ernte immer nach Bedarf erfolgen kann.

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