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Garten-Ratgeber

5 pflegeleichte Pflanzen für Ihr Zuhause

Zimmerpflanzenvon Christoph6 Min. · 10 Abschnitte
Beliebte immerpflanzen
Inhalt10 Abschnitte
  1. Was „pflegeleicht“ bei Zimmerpflanzen bedeutet
  2. Die fünf Pflanzen im Vergleich
  3. Glückskastanie: robust und anpassungsfähig
  4. Zylindrischer Bogenhanf: fast unverwüstlich
  5. Bergpalme: die Palme für wenig Licht
  6. Elefantenfuß: der Wasserspeicher
  7. Birkenfeige: pflegeleicht, aber empfindlich gegen Umzüge
  8. Die häufigsten Fehler bei pflegeleichten Pflanzen
  9. Weitere pflegeleichte Kandidaten
  10. Häufige Fragen

Wer wenig Zeit oder wenig Erfahrung mit Zimmerpflanzen hat, fährt mit fünf Klassikern gut: Bogenhanf und Elefantenfuß verzeihen vergessenes Gießen, Bergpalme und Glückskastanie kommen mit wenig Licht zurecht, und die Birkenfeige wird zum dankbaren Zimmerbaum, sobald sie ihren festen Platz gefunden hat. Pflegeleicht heißt allerdings nicht pflegefrei. Der häufigste Fehler bei allen fünf ist nicht zu wenig, sondern zu viel Wasser.

Was „pflegeleicht“ bei Zimmerpflanzen bedeutet

Eine pflegeleichte Zimmerpflanze verzeiht Fehler. Sie übersteht es, wenn das Gießen einmal zwei Wochen ausfällt, kommt auch an einem nicht perfekten Platz zurecht und wird selten von Schädlingen befallen. Die fünf Pflanzen in diesem Beitrag erfüllen das auf unterschiedliche Weise: Zwei speichern Wasser in Blättern oder Stamm, zwei sind an schattige Waldböden gewöhnt, eine ist schlicht robust, solange man sie in Ruhe lässt.

Drei Grundregeln gelten für alle:

  • Gießen Sie erst, wenn die oberste Erdschicht abgetrocknet ist. Ein Finger in der Erde verrät mehr als jeder feste Gießtag.
  • Kein Wasser im Übertopf stehen lassen. Staunässe lässt die Wurzeln faulen – die häufigste Todesursache bei Zimmerpflanzen.
  • Im Winter weniger gießen und nicht düngen. Weniger Licht bedeutet weniger Wachstum und weniger Wasserbedarf.
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Beliebte Zimmerpflanzen | Foto: NewAfrica / depositphotos.com

Die fünf Pflanzen im Vergleich

PflanzeLichtGießen im SommerFür Haustiere
Glückskastanie (Pachira aquatica)hell bis halbschattig, keine pralle Sonnewenn die obere Erde trocken ist, etwa wöchentlichgilt als ungiftig
Zylindrischer Bogenhanf (Sansevieria cylindrica)sonnig bis halbschattigalle 2–4 Wochenschwach giftig
Bergpalme (Chamaedorea elegans)hell bis halbschattig, keine pralle Sonnegleichmäßig leicht feuchtgilt als ungiftig
Elefantenfuß (Beaucarnea recurvata)hell bis sonnigalle 2–3 Wochen, dazwischen trocknen lassengilt als ungiftig
Birkenfeige (Ficus benjamina)hell, ohne Mittagssonnewenn die obere Erde trocken istgiftiger Milchsaft

Glückskastanie: robust und anpassungsfähig

Die Glückskastanie (Pachira aquatica) wird oft mit mehreren zu einem Zopf geflochtenen Stämmen verkauft. Sie stammt aus den feuchten Tropenwäldern Mittel- und Südamerikas und bildet große, handförmig geteilte Blätter. Ein heller Platz ohne direkte Mittagssonne ist ideal, sie kommt aber auch mit Halbschatten zurecht und wächst dann nur langsamer.

Gegossen wird, wenn die obere Erdschicht abgetrocknet ist, im Sommer also etwa einmal pro Woche, im Winter deutlich seltener. Der verdickte Stammfuß speichert etwas Wasser, sodass ein vergessener Gießtermin kein Drama ist. Dauerhaft nasse Erde dagegen lässt die Stämme faulen – ein weicher, eingedrückter Stamm ist ein schlechtes Zeichen. Gelbe Blätter und Blattfall treten auf, wenn die Pflanze zu dunkel oder zu kalt steht; Temperaturen unter etwa 12 °C mag sie nicht. Einen Glücksbringer machen Sie aus ihr, wenn Sie sie nicht ständig umstellen.

Zylindrischer Bogenhanf: fast unverwüstlich

Der Zylindrische Bogenhanf (Sansevieria cylindrica, botanisch heute zu Dracaena gestellt) bildet runde, steif aufrechte Blätter, die oft zu Fächern geflochten verkauft werden. Er gehört zu den genügsamsten Zimmerpflanzen überhaupt. Er speichert Wasser in den fleischigen Blättern und kommt wochenlang ohne Gießen aus.

Am wohlsten fühlt er sich hell bis sonnig, er übersteht aber auch dunklere Ecken, wächst dort nur kaum. Gegossen wird im Sommer alle zwei bis vier Wochen, im Winter kaum. Das Wasser sollte nicht in die Blattrosette laufen. Zu viel Wasser ist die einzige Methode, einen Bogenhanf zuverlässig umzubringen: Die Blätter werden am Grund weich und fallen um. Die Pflanze enthält Saponine und gilt für Katzen und Hunde als schwach giftig; ein Knabbern führt allenfalls zu Magen-Darm-Beschwerden.

Bergpalme: die Palme für wenig Licht

Die Bergpalme (Chamaedorea elegans) wächst in ihrer Heimat, den Bergwäldern Mexikos und Guatemalas, im Schatten größerer Bäume. Deshalb kommt sie auch in Zimmern gut zurecht, die für andere Palmen zu dunkel sind. Direkte Sonne verträgt sie dagegen schlecht, die Wedel bekommen dann gelbe Flecken.

Anders als Bogenhanf und Elefantenfuß mag die Bergpalme eine gleichmäßig leicht feuchte Erde, weder nass noch knochentrocken. Braune Blattspitzen deuten meist auf trockene Heizungsluft hin; gelegentliches Besprühen mit kalkarmem Wasser hilft. Sehr gut eignet sich die Bergpalme für die Hydrokultur, weil ein Wasserstandsanzeiger das Rätselraten beim Gießen beendet. Wie das funktioniert, erklärt der Beitrag Hydrokultur: beliebt und pflegeleicht. Die Bergpalme gilt als ungiftig für Menschen und Haustiere.

Elefantenfuß: der Wasserspeicher

Der Elefantenfuß (Beaucarnea recurvata), auch Flaschenbaum genannt, hat einen dicken, knolligen Stammfuß, in dem er Wasser speichert. Obenauf sitzt ein Schopf aus langen, schmalen, überhängenden Blättern. In seiner Heimat Mexiko wächst er an trockenen, sonnigen Hängen.

Deshalb braucht er den hellsten Platz der Wohnung, gern mit Sonne, und nur wenig Wasser: im Sommer etwa alle zwei bis drei Wochen gründlich, danach die Erde gut abtrocknen lassen, im Winter nur alle paar Wochen einen Schluck. Ein weicher Stammfuß ist ein Alarmzeichen für Fäulnis durch zu viel Wasser. Umgetopft wird selten, in flache, schwere Gefäße mit durchlässiger Erde, etwa Kakteenerde. Der Elefantenfuß gilt als ungiftig. Er ist übrigens mit der Yucca und dem Drachenbaum verwandt, deren Pflege die Beiträge Eine Yucca-Palme richtig pflegen und Der Drachenbaum beschreiben.

Birkenfeige: pflegeleicht, aber empfindlich gegen Umzüge

Die Birkenfeige (Ficus benjamina) gehört seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Zimmerbäumen. Sie wächst zügig, bildet eine dichte Krone aus kleinen, glänzenden Blättern und kann über die Jahre deckenhoch werden. Pflegeleicht ist sie in dem Sinne, dass sie an einem guten Platz viele Jahre ohne großen Aufwand gedeiht.

Ihre Schwachstelle ist Veränderung. Wird die Birkenfeige umgestellt, gedreht oder bekommt sie Zugluft, wirft sie oft einen Teil ihrer Blätter ab. Das ist eine Reaktion auf veränderte Lichtverhältnisse und meist kein Grund zur Sorge; nach einigen Wochen treibt sie neu aus. Stellen Sie sie deshalb gleich an einen hellen Platz ohne pralle Mittagssonne, fern von Heizkörpern und Zugluft, und lassen Sie sie dort stehen. Gegossen wird, wenn die obere Erdschicht abgetrocknet ist.

Der weiße Milchsaft der Birkenfeige kann Haut und Schleimhäute reizen und ist für Katzen und Hunde giftig. Tragen Sie beim Schneiden Handschuhe. Die oft gelesene Behauptung, Zimmerpflanzen wie der Ficus würden die Raumluft spürbar reinigen, geht auf Laborversuche in kleinen, geschlossenen Kammern zurück. In einer normalen Wohnung ist der Effekt so gering, dass Lüften ihn bei Weitem übertrifft. Für ein angenehmes Raumgefühl sorgen die Pflanzen trotzdem.

Die häufigsten Fehler bei pflegeleichten Pflanzen

  • Gießen nach Kalender. Eine Pflanze an einem dunklen Nordfenster braucht im Winter nur einen Bruchteil des Wassers, das sie im Sommer an einem Südfenster braucht.
  • Zu große Töpfe. Viel Erde, wenig Wurzeln: Die Erde bleibt lange nass. Topfen Sie nur eine Nummer größer um.
  • Zu dunkel. Auch Schattenpflanzen brauchen Tageslicht. Drei Meter vom Fenster entfernt ist es für die meisten Pflanzen zu dunkel.
  • Zu viel Dünger. Pflegeleichte Pflanzen wachsen langsam. Von Frühjahr bis Spätsommer genügt Flüssigdünger alle zwei bis vier Wochen in halber Dosierung.

Weitere pflegeleichte Kandidaten

Wer auf den Geschmack gekommen ist, findet weitere unkomplizierte Pflanzen im Beitrag Pflanzen für Küche und Bad, der Arten für feuchte und eher dunkle Räume vorstellt. Farne sind etwas anspruchsvoller, lohnen sich aber für helle Bäder – mehr dazu unter Zimmerfarne für jeden Geschmack. Weitere Porträts finden Sie in der Rubrik Zimmerpflanzen.

Häufige Fragen

Welche Zimmerpflanze ist am pflegeleichtesten?

Der Bogenhanf. Er kommt mit wenig Licht und seltenem Gießen aus und verzeiht fast alles – außer zu viel Wasser.

Welche pflegeleichten Zimmerpflanzen sind ungiftig für Katzen?

Von den fünf vorgestellten gelten Bergpalme, Elefantenfuß und Glückskastanie als ungiftig. Bogenhanf ist schwach giftig, die Birkenfeige enthält einen reizenden Milchsaft.

Welche pflegeleichte Pflanze wächst auch im Schatten?

Die Bergpalme und die Glückskastanie kommen mit Halbschatten gut zurecht, der Bogenhanf übersteht auch dunklere Plätze. Völlig ohne Tageslicht wächst jedoch keine Zimmerpflanze dauerhaft.

Warum verliert meine Birkenfeige Blätter?

Meist, weil sie umgestellt wurde, Zugluft abbekommt oder zu dunkel steht. Lassen Sie sie an einem hellen Platz stehen; nach einigen Wochen treibt sie wieder aus.

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