Die Miniermotte richtig bekämpfen

Früher kaum bekannt, doch heute ein weit verbreiteter Schädling an Rosskastanien, ist die Miniermotte. Dieser Schädling macht den heimischen Kastanienbäumen seit einigen Jahren schwer zu schaffen. Das Schlimme an diesem Insekt ist seine Robustheit, denn es überdauert den Winter und geht dann im darauffolgenden Frühjahr wieder seiner zerstörerischen Arbeit nach.

Die Miniermotte macht sich häufig an der Rosskastanie zu schaffen

Die Miniermotte macht sich häufig an der Rosskastanie zu schaffen

Schon zeitig im Frühling, kurz nachdem die Blätter sich entfaltet haben, kann man die ersten Schäden erkennen. Als Minierer werden Larven von Insekten bezeichnet, die Blätter zwischen Ober- und Unterseite regelrecht aushöhlen.

Den Schadbefall rechtzeitig erkennen

Einen Befall mit der Miniermotte erkennt man an den typischen Fraßschäden an den Blättern des Kastanienbaumes. Die Larven fressen sich durch das Blattgewebe, so dass sich die Blätter später braun verfärben und absterben.

Das führt wiederum dazu, dass viel weniger Blattfläche für die dringend notwendige Photosynthese vorhanden ist, so werden viel weniger Kohlenhydrate gebildet. In der Folge leidet der Kastanienbaum jahrelang an einer Mangelversorgung, er wird nicht ausreichend ernährt.

Natürlich zeigt sich das in einer massiven Störung des Wachstums, häufig kommt es zu einem frühzeitigen Abwurf der Früchte oder gar zum Eingehen des Baumes. Bei der Kontrolle der Bäume auf einen Befall muss man aufpassen, denn das Schadbild ist beim Blattbräunepilz ganz ähnlich, es entstehen ebenfalls braune Flecken auf den Blättern.

Der Miniermotte vorbeugen

Da sich die Bekämpfung der Miniermotte äußerst schwierig gestalten kann, sollte man einem Befall lieber durch geeignete Maßnahmen vorbeugen. Damit sich die Motte erst gar nicht vermehren kann, muss man darauf achten, dass man ihr möglichst keine Unterschlüpfe bietet.

Da sich die Larven an den Blättern bedienen, müssen diese im Herbst immer sofort entfernt und vernichtet werden, auf keinen Fall auf dem Kompost. Auf dem Laub befinden sich nämlich noch die Puppen aus der letzten Generation, diese müssen komplett vom Grundstück entfernt werden. Auf diese Weise lässt sich ein erneuter Befall im kommenden Frühjahr eventuell verhindern.

Wespen und Ameisen sind wichtige Helfer im Kampf gegen die Miniermotte, somit sollte man sie unbedingt im eigenen Garten dulden. Meisen fressen die Insekten liebend gerne, so kann sich das Aufhängen eines Meisenhotels durchaus bezahlt machen. Hat man einen jungen Kastanienbaum im Garten, so kann man es auch mit einer Pheromon-Falle versuchen.

Die Bekämpfung des Schädlings

Trotz aller Vorkehrungen kann es zu einem Befall mit der Miniermotte kommen. Die Insektizide aus dem Handel kann man zwar erfolgreich gegen diese Insekten einsetzen, für den privaten Garten sind sie jedoch nicht zugelassen. Es wurde auch schon Tapetenkleister eingesetzt, der Imidacloprid enthält, doch auch diese Methode ist im heimischen Garten verboten.

Pheromone locken die männlichen Motten an, so kann man sie von den Bäumen fernhalten, das ist jedoch mit einem hohen Aufwand an Kosten und Zeit verbunden. Es ist also empfehlenswert, einem Befall so gut wie möglich vorzubeugen.

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