Exotische Baumfarne für den Garten

Farne sind besonders hübsche Pflanzen, mit ihren filigranen Wedeln. Eine ganz außergewöhnliche Gattung sind die Baumfarne (Cyatheales), die auf eine extrem lange Geschichte zurückblicken können. Schon vor rund 180 Millionen Jahren, also in der Jurazeit, gab es diese Zierpflanzen, und seither gab es auch kaum Veränderungen.

Baumfarn im australischen Regenwald

Baumfarn im australischen Regenwald

Den Baumfarn kann man also durchaus als ein Relikt aus der Urzeit bezeichnen. Im 19. Jahrhundert wurden die ersten Baumfarne nach England importiert, wo sie dann in Tropenhäusern zu sehen waren.

Auch in heimische Gärten hat diese bezaubernde Pflanze längst ihren Weg gefunden, dort werden die Gattungen Dicksonia und Cyathea in Kübeln kultiviert.

Die Besonderheiten des Baumfarns

In der freien Natur kann der Stamm eine enorme Höhe von sechs Metern erreichen, die Krone besteht teilweise aus mehr als 50 Wedeln, von denen jeder bis zu vier Meter lang werden kann.

Der Stamm wächst mit rund fünf Zentimetern im Jahr nur sehr gering, der Durchmesser kann jedoch bis zu 40 Zentimeter betragen. Die echten Baumfarne sind so genannte Schopfbäume, denn sie haben auf ihrem gerade Stamm einen Schopf, der aus Farnwedeln besteht, die mehrfach gefiedert sind.

Mit ihrem Aussehen erinnern sie sehr an Palmen, und sorgen damit für ein exotisches Ambiente auf der Terrasse oder im Garten. Normalerweise werfen die Baumfarne ihre Blattwedel ganz ab, dort entsteht dann eine vernarbte Fläche.

Auf diesen unebenen Flächen siedeln sich dann gerne Aufsitzerpflanzen an. Bei anderen Arten sterben die Wedel zwar ab, bleiben aber komplett erhalten und knicken nur nach unten ab.

Die Pflege der Baumfarne

Bei uns pflanzt man den Baumfarn normalerweise in einen Kübel. Als Substrat bietet sich Rindenhumus an, den man noch mit etwas Kies oder Blähton versetzen kann, um die Belüftung zu verbessern.

Die Kübelpflanzen kann man zwischen dem Frühling und den ersten Frösten im Winter draußen platzieren. Dort bevorzugen sie einen halbschattigen bis schattigen Platz, außerdem sollte er möglichst windgeschützt sein.

Als Winterquartier kann dann ein kühles aber helles Zimmer dienen, oder man bringt den Baumfarn das ganze Jahr über im Wintergarten unter. Ganz wichtig ist auf jeden Fall, dass die Erde niemals austrocknet. Man muss nicht nur die Erde gleichmäßig feucht halten, sondern auch den Stamm und die Blätter.

Deshalb ist regelmäßiges Abbrausen mit Wasser angesagt. Das fasrige Gewebe des Stammes kann sich dann mit Wasser vollsaugen und die Pflanze damit versorgen. Zwischen April und September verabreicht man alle zwei Wochen einen guten Flüssigdünger.

Wohnt man in einer Region, in der es im Winter sehr mild ist, kann man einige Baumfarn-Arten auch in den Garten auspflanzen, wie zum Beispiel Dicksonia antarctica. Allerdings ist die Kultivierung im Kübel sicherer, denn bei Trockenheit und Sonne im Winter kommt es schnell zu Schäden.

Vertrocknete Wedel werden abgeschnitten, im nächsten Frühling werden frische nachwachsen.

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