Materialien für die Gestaltung von Gartenwegen

Gartenwege können auf ganz vielfältige Art und Weise gestaltet werden. Sie unterscheiden sich nicht nur durch ihren Verlauf, gerade oder geschlängelt, sondern auch durch die unterschiedlichen Materialien, die als Belag verwendet werden können.

Bei der Gestaltung von Gartenwegen gibt es unzählige Möglichkeiten © chaloemphan - Fotolia.com

Bei der Gestaltung von Gartenwegen gibt es unzählige Möglichkeiten © chaloemphan – Fotolia.com

Immer mehr Gartenbesitzer geben sich mit einfachen Gartenwegen nicht mehr zufrieden, sondern suchen nach individuellen Gestaltungsmöglichkeiten. Als Belag stehen viele verschiedene Materialien zur Auswahl. Wir stellen heute die wichtigsten vor und erörtern Vor- und Nachteile.

Beton

Wenn man Beton hört, dann denkt man zuerst an ein graues, unscheinbares Material. Früher waren die Gartenwege mit Betonplatten und -pflaster in der Tat sehr langweilig und eintönig, doch in den letzten Jahren gab es in diesem Bereich eine enorme Entwicklung.

Die modernen Betonsteine gibt es in verschiedenen Farbnuancen und Formen, und sogar mit unterschiedlich strukturierten Oberflächen. Durch die raue Oberfläche bieten die Betonsteine auch viel Sicherheit, da sie nicht rutschig werden.

Viele sind nicht mehr weit von der Optik der Natursteine entfernt, was sich natürlich auch im Preis niederschlägt. Einige Steine oder Platten aus Beton haben auch eine speziell behandelte Oberfläche, so dass sie Schmutz abweisen und damit besonders pflegeleicht sind.

Beton ist extrem frostbeständig und langlebig, lediglich eingefärbter Beton kann mit der Zeit etwas ausbleichen. Betonplatten gibt es auch in einer Größe von 50 x 50 cm, so dass man selbst größere Flächen relativ zeitsparend damit bedecken kann.

Naturstein

Besonders edel sehen Natursteine aus, das hat natürlich auch seinen Preis. Allerdings ist dieser Belag auch sehr pflegeleicht, da Moos und Flechten sich kaum daran festsetzen. Bei den Natursteinen hat man eine riesige Auswahl, hier sollte man sich vor allem am Gartenstil orientieren.

Für moderne Gärten bieten sich vor allem Schiefer, Basalt oder Granit an, ein mediterranes Ambiente erzielt man dagegen mit Kalkstein oder hellem Sandstein. Auch Porphyr, Quarzit, Marmor, Grauwacke, Basaltlava und Gneis sind beliebte Natursteine für Gartenwege.

Die Natursteine sind besonders lange haltbar und verändern auch ihre Farbe kaum. Wenn man sich für Pflastersteine aus Naturstein entscheidet, dann hat man enorm viele Gestaltungsmöglichkeiten, da diese sehr unregelmäßige Kanten haben. Die Natursteine bekommt man mit rauer oder glatter Oberfläche und in verschiedenen Formen und Größen.

Klinkerpflaster

Bei diesen Klinkern handelt es sich um Ziegel aus Tonerde, die hart gebrannt wurden. Sie sind besonders typisch für den Norden Deutschlands. Diese Klinkerpflaster bekommt man in verschiedenen Braun-, Rot- und Gelb-Färbungen.

Dieses Material zeichnet sich dadurch aus, dass es sehr pflegeleicht, frostbeständig und langlebig ist. Man kann die Klinker auch gut mit anderen Pflastersteinen kombinieren, und somit tolle optische Effekte erzielen.

Holz

Gartenwege mit einem Belag aus Holz findet man eher selten. Das liegt wohl in erster Linie daran, dass es nur eine begrenzte Haltbarkeit hat, da es recht schnell verwittert. Sollte man sich dennoch für Holz entscheiden, dann ist auf eine gute Imprägnierung zu achten.

Für schattige Bereiche im Garten ist das Material weniger geeignet, da es bei nasser Witterung doch schnell rutschig werden kann. Für einen Gartenweg aus Holz verwendet man am besten möglichst dicke Bohlen.

Die früher oft verwendeten alten Eisenbahnschwellen darf man übrigens nicht mehr einsetzen, da diese mit giftigem Teeröl behandelt sind. Oder man setzt eine Konstruktion aus Latten auf Kanthölzern um, dabei sollten die Latten jedoch so dicht wie möglich beieinander liegen.

Kies

Die losen Materialien, wie zum Beispiel der Kies, sollten überwiegend zum Einsatz kommen, wenn die Gartenwege nicht sehr stark genutzt werden. Denn wenn man einen Rasenmäher oder eine Schubkarre darüber schieben möchte, dann wäre eine glatte Oberfläche besser geeignet.

Kies hat den großen Vorteil, dass er sehr günstig ist, und man bekommt ihn in verschiedenen Körnungen. Damit der Weg ausreichend stabil ist, muss jedoch an eine Tragschicht aus Kies oder Schotter gedacht werden. Damit der Kies auch dort bleibt wo er hingehört, sollte man auch an eine Einfassung am Rand denken.

Kies passt wunderbar in einen naturbelassenen Garten, dort kann man auch fließende Übergänge zu den einzelnen Bereichen schaffen. Damit man nicht ständig Ärger mit Unkraut auf den Wegen hat, sollte man darunter am besten ein Vlies verlegen.

Rindenmulch

Auch wenn man sich für natürlichen Rindenmulch als Belag entscheidet, muss man zuvor einen tragfähigen Untergrund aus Schotter oder Kies schaffen. Rindenmulch hat den Nachteil, dass er nach und nach zu Humus wird, dann muss Nachschub her.

Wenn es länger regnet, dann kann man die Wege recht schlecht begehen, ansonsten hat man aber einen angenehm federnden Belag auf den Gartenwegen. Der Rindenmulch bietet sich in erster Linie für Wege zwischen den einzelnen Beeten an und passt hervorragend zu einem sehr natürlich gehaltenen Garten.

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