Windröschen kündigen den Frühling an

Leider hat der Winter Deutschland momentan noch fest im Griff, wo wir uns doch so nach dem Frühling sehnen. Doch nicht mehr lange, dann werden die ersten Blüten in den Gärten die warme Jahreszeit einläuten.

Die Buschwindröschen gehören zu den bekanntesten Vertretern der Frühlings-Anemonen © Ulrich Kolb - Fotolia.com

Die Buschwindröschen gehören zu den bekanntesten Vertretern der Frühlings-Anemonen © Ulrich Kolb – Fotolia.com

Bereits jetzt im März werden uns in vielen Gärten wieder die Windröschen, auch als Frühlings-Anemonen bekannt, erfreuen. Diese Anemonen haben ihren Ursprung bereits in der Antike, wo sich viele Mythen um sie rankten.

Die ersten Sorten blühen schon im März

Der deutsche Name Windröschen stammt daher, dass sich die zarten Blütenblätter schon bei einem leichten Windhauch sanft bewegen. Auch wenn die Windröschen so zart und zerbrechlich wirken, handelt es sich um eine recht pflegeleichte Gartenpflanze.

In unseren Gefilden ist wohl das Busch-Windröschen am bekanntesten, es gehört mit zu den Pflanzen, die im Frühling als erstes ihre Blüten hervorbringen. Aus dem südlichen Europa stammt das Balkan-Windröschen, das auch häufig als Strahlen-Anemone bezeichnet wird.

Wenn der März recht mild ist, dann kann man schon in diesem Monat mit den wunderschönen Blüten rechnen. Die rund 15 Zentimeter hohen Pflänzchen breiten sich sehr rasch und weit aus, so dass gerade in der freien Natur ganze Blütenteppiche entstehen.

Ideale Nachbarn für die Windröschen sind zum Beispiel Funkien, Kaukasus-Vergissmeinnicht oder Elfenblumen, denn sie können die Anemonen schützen, wenn nach der Blüte das Laub eingezogen wird, so dass kahle Stellen an den Pflanzen entstehen.

Ein wenig später, nämlich im Monat April, öffnen dann das Gelbe Windröschen und die Kronen-Anemone ihre Blüten. Von Mai bis Juni fasziniert uns dann das Große Windröschen mit seinen duftenden, weißen Blüten.

Frühlings-Anemonen stellen kaum Ansprüche

Auf kalkhaltigen Böden gedeihen vor allem das Gelbe Windröschen und die Kronen-Anemone gut. Das Große Windröschen, das eine Höhe von bis zu 40 Zentimetern erreicht, bevorzugt einen lehmigen Boden, es liebt sogar sonnige Standorte .

Frühlings-Anemonen fühlen sich in vielen Bereichen im Garten sehr wohl, man kann sie in den Steingarten setzen, oder auch zwischen verschiedene Gehölze. Um die Pflanzen zu pflegen, sollte man sie von Zeit zu Zeit mit etwas Humus versorgen.

Den Boden sollte man möglichst nicht bearbeiten, das stört die Entwicklung. Die verschiedenen Arten unterscheiden sich nicht nur in der Farbe der Blüten und der Wuchshöhe, sondern auch in der Art der Überdauerungsorgane. Es gibt Arten mit Ausläufern, oder es werden Knollen oder Rhizome ausgebildet.

In einem Garten, in dem Kinder spielen, sind die Windröschen fehl am Platz, denn der Milchsaft enthält einen giftigen Wirkstoff.

Die beliebtesten Sorten für den Garten

Für den heimischen Garten eignen sich besonders die folgenden Arten und Sorten:

  • Anemona blanda: „Charmer“, „Blue Shades“ oder „White Splendour“
  • Anemona nemerosa: „Vestal“ oder „Robinsoniana“
  • Anemona coronaria: „Bicolor“
  • Anemona ranunculoides
  • Anemona sylvestris
  • Anemona x lipsiensis

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