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Garten-Ratgeber

Steine als Deko-Trend im Garten: 5 Tipps zur Gestaltung

Gartengestaltungvon Christoph6 Min. · 10 Abschnitte
Inhalt10 Abschnitte
  1. Warum Naturstein nie aus der Mode kommt
  2. Die wichtigsten Natursteine im Vergleich
  3. Idee 1: Ein Steinbeet mit Pflanzen anlegen
  4. Idee 2: Findlinge und geometrische Formen
  5. Idee 3: Mauern und Gabionen
  6. Idee 4: Wasser und Stein
  7. Idee 5: Holz und Stein kombinieren
  8. Steine im Hanggarten und modernen Garten
  9. Steinflächen pflegen
  10. Häufige Fragen

Steine geben einem Garten Ruhe, Struktur und Dauer – als Kiesbeet, Findling, Mauer, Weg oder in Kombination mit Holz und Wasser. Entscheidend ist, eine oder zwei Gesteinsarten konsequent zu verwenden, die zu Haus und Region passen, und Steine immer mit Pflanzen zu kombinieren statt sie allein wirken zu lassen. Die folgenden Ideen zeigen, wie das gelingt und welcher Stein wofür taugt.

Liegende Tonamphore mit Hauswurz als Dekoration auf Pflastersteinen
Liegende Tonamphore mit Hauswurz als Dekoration auf Pflastersteinen

Warum Naturstein nie aus der Mode kommt

Naturstein passt zu fast jedem Gartenstil, vom naturnahen Garten bis zum puristisch-modernen Entwurf. Er ist nahezu unverwüstlich, braucht keinen Anstrich und wird mit den Jahren schöner, wenn sich Patina und Moos ansetzen. Anders als Beton oder Kunststoff fügt er sich in die Umgebung ein, besonders wenn er aus der Region stammt. Heimische Steine sind außerdem kürzer unterwegs und passen zur Landschaft – ein Granit im Harz wirkt selbstverständlicher als ein Sandstein aus Übersee.

Die wichtigsten Natursteine im Vergleich

GesteinFarbeEigenschaftenTypische Verwendung
Granitgrau, auch rötlich, grünlichsehr hart, frostfest, pflegeleichtPflaster, Stufen, Mauern, Findlinge
Basaltdunkelgrau bis schwarzsehr hart, schwer zu bearbeitenPflaster, Säulen, moderne Akzente
Porphyrrötlich, violett, grauhart, rutschfestPflaster, Platten, Wege
Sandsteingelb, beige, rotweich, gut zu bearbeiten, nimmt Wasser aufPlatten, Mauern, mediterrane Gärten
Kalkstein und Travertincremeweiß bis beigemittelhart, säureempfindlichMauern, Terrassen, mediterraner Stil
Schieferdunkelgrau, anthrazitspaltbar, schichtigTrittplatten, Einfassungen, Mauern

Harte Gesteine wie Granit, Basalt und Porphyr sind unempfindlich gegen Schmutz und Frost, lassen sich aber schwer bearbeiten. Weichere wie Sandstein und Kalkstein sind leichter in Form zu bringen, nehmen aber mehr Wasser auf und sollten frostbeständig ausgewiesen sein. Sehr reizvoll ist die Kombination zweier Farben, etwa grauer Granit mit schwarzem Basalt in einem Pflastermuster.

Idee 1: Ein Steinbeet mit Pflanzen anlegen

Ein Kies- oder Steinbeet ist pflegeleicht und das ganze Jahr ansehnlich – vorausgesetzt, es ist ein Beet und keine Steinwüste. Der Unterschied zwischen Kiesgarten und Schottergarten liegt in der Bepflanzung: Im Kiesgarten bedeckt eine Mulchschicht aus Kies einen durchlässigen Boden, in dem trockenheitsliebende Pflanzen wachsen. Reine Schotterflächen über Folie bieten Insekten nichts, heizen sich im Sommer stark auf und sind in mehreren Bundesländern und vielen Gemeinden inzwischen nicht mehr zulässig.

Kiesbeete gedeihen am besten in sonniger Süd- oder Südwestlage. Passende Pflanzen sind Lavendel, Salbei, Katzenminze, Fetthenne, Wolfsmilch, Steppen-Salbei, Ziergräser und Zwiebelblumen wie Zierlauch. Ein Unkrautvlies verhindert, dass der Kies in die Erde einsinkt, hält Unkraut aber nicht auf Dauer ab, weil sich darauf mit der Zeit Humus sammelt. Wie Sie vorgehen, erklären die Beiträge Kiesgarten anlegen und einen Steingarten anlegen. Die japanische Gartenkunst treibt das Spiel mit Stein und Kies auf die Spitze, Anregungen dazu im Beitrag japanischen Garten anlegen.

Idee 2: Findlinge und geometrische Formen

Ein einzelner großer Stein wirkt in einer Kiesfläche oder zwischen Gräsern wie eine Skulptur. Setzen Sie Findlinge so, dass etwa ein Drittel im Boden verschwindet – dann sehen sie aus, als lägen sie schon immer dort, und sie stehen fest. Mehrere Steine wirken in ungerader Zahl und unterschiedlicher Größe natürlicher als in Reih und Glied.

Flache Steine, bündig in den Rasen eingelassen, lassen sich zu Kreisen, Spiralen oder Quadraten legen und rahmen Beete ein. Sie dienen zugleich als Mähkante, sodass der Rasenmäher bis an den Rand fahren kann. Eine besonders schöne Form der Steinspirale ist die Kräuterspirale, die zugleich unterschiedliche Standorte für Kräuter schafft, siehe eine Kräuterspirale anlegen. Wer es verspielter mag, legt Muster aus Kieseln: mit Mosaiken aus Kieselsteinen Akzente setzen.

Idee 3: Mauern und Gabionen

Trockenmauer aus aufgeschichteten Natursteinen am Rand einer Wiese
Trockenmauer aus aufgeschichteten Natursteinen am Rand einer Wiese

Mauern aus Naturstein gliedern den Garten, fangen Höhenunterschiede ab und schützen vor Wind und Blicken. Eine Trockenmauer ohne Mörtel ist auch für Laien machbar, solange sie nicht höher als etwa einen Meter wird, und bietet in den Fugen Platz für Pflanzen und Tiere. Gemörtelte Mauern brauchen ein frostfreies Fundament und bei größeren Höhen eine Statik. Einzelheiten stehen im Beitrag Mauern als Einfassung für Grundstück und Beete.

Besonders einfach ist eine Wand aus Gabionen: Drahtkörbe, die mit Steinen gefüllt werden. Sie wirken modern oder rustikal, je nach Füllung, dienen als Sichtschutz und dämpfen sogar Lärm. Eine Anleitung finden Sie unter eine Gabionenwand selber bauen. Wer lieber sitzt, baut sich eine Bank aus Naturstein.

Idee 4: Wasser und Stein

Steine und Wasser gehören zusammen, schließlich haben viele Kiesel ihre runde Form in Flussbetten bekommen. Im Garten lässt sich das nachbilden: mit einem Quellstein, aus dem Wasser sprudelt und über Kiesel abläuft, mit einem Bachlauf zwischen Steinplatten oder einem Teich, dessen Ufer mit Steinen eingefasst ist. Auch kleine Wasserspiele passen in Stein- und Kiesflächen. Eine dezente Beleuchtung macht das Spiel des Wassers am Abend sichtbar. Mehr dazu in den Beiträgen Brunnen als Blickfang und einen Bachlauf anlegen.

Idee 5: Holz und Stein kombinieren

Stein wirkt kühl und ruhig, Holz warm und lebendig. Zusammen ergeben sie einen spannenden Kontrast, der sowohl in modernen als auch in natürlichen Gärten funktioniert. Einige Beispiele:

  • Holzauflage auf einer Mauer, die aus der kalten Steinkante eine bequeme Sitzbank macht.
  • Holzschwellen oder Bohlen in einem Kiesweg als Trittstufen.
  • Holzterrasse mit Steinrand oder ein Übergang vom Holzdeck auf einen Kiesweg.
  • Hochbeete aus Holz in einer Kiesfläche.
  • Holzmöbel auf Kies oder Natursteinplatten, die den Sitzplatz gliedern.

Holz braucht allerdings Pflege: Je nach Holzart muss es alle paar Jahre geölt oder lasiert werden. Welcher Belag für die Terrasse der richtige ist, klären die Beiträge Terrasse aus Stein oder Holz bauen und Holz im Außenbereich richtig imprägnieren.

Steine im Hanggarten und modernen Garten

Am Hang sind Steine unverzichtbar: als Stützmauern, Stufen und Trittplatten. Verwenden Sie für Mauern und Treppen möglichst dieselbe Gesteinsart, das wirkt ruhiger. Im modernen Garten dominieren klare Linien, große Formate und wenige Materialien – etwa großformatige Platten, Gabionen und Kies in einer Farbe, dazu Gräser und wenige Solitärpflanzen. Anregungen liefern die Beiträge Tipps für einen Garten am Hang und moderne Gartengestaltung.

Steinflächen pflegen

Stein ist pflegeleicht, aber nicht pflegefrei. Laub sollte im Herbst von Kiesflächen entfernt werden, bevor es verrottet und Unkraut einen Nährboden bietet. Aufkeimendes Unkraut zupfen Sie am besten früh, solange die Wurzeln kurz sind. Chemische Unkrautvernichter sind auf befestigten Flächen wie Wegen und Plätzen grundsätzlich verboten, auch Hausmittel wie Salz oder Essig. Moos und Algen auf Platten lassen sich mit einer Bürste oder einem Hochdruckreiniger entfernen, bei weichen Steinen wie Sandstein aber nur mit geringem Druck. Mehr dazu im Beitrag Kiesflächen im Garten sauber halten.

Häufige Fragen

Welche Steine eignen sich für die Gartengestaltung?

Für Wege und Pflaster harte Gesteine wie Granit, Basalt oder Porphyr, für Mauern und mediterrane Gärten auch Sandstein, Kalkstein und Travertin. Steine aus der Region passen meist am besten.

Ist ein Schottergarten erlaubt?

In mehreren Bundesländern und vielen Gemeinden sind reine Schotterflächen im Vorgarten inzwischen unzulässig. Ein bepflanzter Kiesgarten ist dagegen erlaubt und ökologisch deutlich wertvoller.

Wie kombiniert man Holz und Stein auf der Terrasse?

Etwa mit einem Holzdeck, das von Steinplatten oder Kies eingefasst ist, oder mit Holzauflagen auf Steinmauern. Wichtig ist, dass Holz nicht dauerhaft auf nassem Untergrund liegt.

Was hilft gegen Unkraut im Steinbeet?

Regelmäßiges Zupfen im Frühstadium, Laub entfernen und eine ausreichend dicke Kiesschicht. Chemie und Salz sind auf befestigten Flächen verboten und im Beet unnötig.

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