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Garten-Ratgeber

Lagermöglichkeiten für Gartenzubehör

Gartenhaus & Zaunvon Kathrin Schendel6 Min. · 8 Abschnitte
Inhalt8 Abschnitte
  1. Was alles einen Platz braucht
  2. Die Grundregeln für jeden Lagerplatz
  3. Pflanzenschutzmittel, Dünger und Treibstoff sicher aufbewahren
  4. Garage und Schuppen besser nutzen
  5. Gerätehaus: Holz, Metall oder Kunststoff?
  6. Lösungen für kleine Gärten und Terrassen
  7. Werkzeug so lagern, dass es lange hält
  8. Häufige Fragen

Gartengeräte und Zubehör brauchen einen Platz, der trocken, gut belüftet, frostgeschützt für empfindliche Dinge und nah am Garten ist. Für die meisten Gärten ist ein kleines Gerätehaus oder ein Schrank im Garten die bequemste Lösung, ergänzt durch Wandhalter in Garage oder Schuppen und eine Kissenbox für die Auflagen. Wichtiger als der Ort ist die Ordnung darin: Wer jedes Gerät mit einem Griff findet, räumt es auch wieder weg.

Alte Gartenhütte aus Holz mit Ziegeldach zwischen blühenden Sträuchern
Alte Gartenhütte aus Holz mit Ziegeldach zwischen blühenden Sträuchern

Was alles einen Platz braucht

Es sammelt sich mehr an, als man denkt. Bevor Sie Stauraum planen, lohnt ein Blick auf die ganze Liste:

  • Große Geräte: Rasenmäher, Vertikutierer, Schubkarre, Häcksler, Leiter
  • Stielgeräte: Spaten, Grabegabel, Rechen, Harke, Besen, Schaufel
  • Kleinwerkzeug: Gartenschere, Handschaufel, Pflanzholz, Handschuhe, Bindedraht
  • Verbrauchsmaterial: Blumenerde, Dünger, Saatgut, Kalk, Rindenmulch
  • Gießzubehör: Schläuche, Gießkannen, Regner, Sprühflaschen
  • Chemie und Treibstoff: Pflanzenschutzmittel, Benzin, Öl
  • Saisonales: Polsterauflagen, Sonnenschirm, Grillzubehör, Winterschutzvlies, leere Töpfe

Welche Geräte wirklich in einen Garten gehören und welche nur Platz wegnehmen, zeigt der Beitrag Welche Gartengeräte gehören zur Grundausstattung?.

Die Grundregeln für jeden Lagerplatz

Trocken und luftig. Feuchtigkeit ist der Hauptfeind: Metall rostet, Holzstiele werden stockig, Dünger verklumpt, Auflagen schimmeln. Ein Raum muss nicht beheizt sein, aber Luft zirkulieren lassen. Geschlossene, unbelüftete Schränke sind für Geräte mit Holzgriffen ungünstig.

Kurze Wege. Der Keller ist oft der schlechteste Platz: Schwere Geräte müssen über Treppen geschleppt werden, und was mühsam zu holen ist, bleibt nach der Arbeit gern draußen liegen. Direkt im Garten oder in der Garage mit Gartenzugang ist besser.

Getrennt lagern. Dünger und Pflanzenschutzmittel stehen nicht neben Gießkannen, Anzuchtschalen und Saatgut. So gelangt nichts versehentlich an Pflanzen oder in Lebensmittelnähe.

Aufhängen statt stapeln. Geräte an der Wand sind sofort zu sehen, stehen nicht im Weg und trocknen schneller ab. Der Boden bleibt frei für Rasenmäher und Schubkarre.

Pflanzenschutzmittel, Dünger und Treibstoff sicher aufbewahren

Pflanzenschutzmittel bleiben immer in der Originalverpackung mit Gebrauchsanweisung, gut verschlossen und für Kinder und Haustiere unerreichbar, am besten in einem abschließbaren Schrank. Beachten Sie die Lagerhinweise auf dem Etikett: Viele flüssige Mittel dürfen nicht gefrieren und nicht in praller Hitze stehen. Reste und abgelaufene Mittel gehören zur Schadstoffsammlung, nicht in den Hausmüll oder in den Abfluss.

Dünger lagern Sie trocken und gut verschlossen, angebrochene Säcke umgefüllt in dicht schließende Behälter. Blaukorn und andere mineralische Dünger ziehen Feuchtigkeit und verbacken zu Brocken. Auch organische Dünger wie Hornspäne sollten trocken stehen, sonst riechen sie und locken Tiere an.

Benzin für Rasenmäher und Motorsense gehört nur in zugelassene Kanister und nur in kleinen Mengen in Garage oder Schuppen. Wie viel erlaubt ist, regelt die Garagenverordnung Ihres Bundeslandes; in Wohnräumen und Kellern hat Treibstoff nichts verloren.

Garage und Schuppen besser nutzen

In vielen Garagen ist der Platz an den Wänden ungenutzt, während sich am Boden alles stapelt. Wandschienen mit einhängbaren Haken, Lochwände und Gerätehalter für Stiele schaffen Ordnung auf kleinstem Raum. Ein stabiles Schwerlastregal nimmt Erde, Dünger und Töpfe auf. Hängen Sie Werkzeug so auf, dass die Schneiden nicht in den Raum ragen, und ordnen Sie nach Häufigkeit: Was Sie jede Woche brauchen, hängt vorn und in Griffhöhe, was nur einmal im Jahr zum Einsatz kommt, oben oder hinten.

Ein alter Schuppen oder eine Laube lässt sich mit denselben Mitteln zum Geräteraum umbauen. Prüfen Sie vorher Dach und Boden: Dringt Feuchtigkeit ein, hilft das beste Regal nichts.

Gerätehaus: Holz, Metall oder Kunststoff?

Ein separates Gerätehaus bietet am meisten Platz direkt im Garten. Es gibt sie vom schmalen Geräteschrank bis zum kleinen Gartenhaus, in dem auch Fahrräder, Kübelpflanzen im Winter oder eine Werkbank Platz finden. Rechnen Sie großzügig: Stauraum füllt sich erfahrungsgemäß schneller, als man plant.

MaterialVorteileNachteile
Holznatürliche Optik, gut zu erweitern und zu reparieren, angenehmes Raumklimabraucht regelmäßigen Anstrich, Dach und Fundament müssen dicht sein
Metall (verzinkter Stahl, Aluminium)langlebig, sehr pflegeleicht, schnell aufgebautneigt zu Kondenswasser, heizt sich in der Sonne stark auf, nüchterne Optik
Kunststoffpflegeleicht, rostet und fault nicht, leichtweniger stabil, kann bei UV und Frost spröde werden

Metall-Gerätehäuser bestehen aus feuerverzinktem, beschichtetem Stahlblech oder Aluminium und halten bei guter Qualität viele Jahre praktisch ohne Pflege; zum Reinigen genügt der Gartenschlauch. Achten Sie auf rostfreie Schrauben und Scharniere und eine stabile Bodenkonstruktion. Ihr Schwachpunkt ist Kondenswasser: An kühlen Nächten schlägt sich Feuchtigkeit an der Innenseite nieder und tropft auf die Geräte. Lüftungsöffnungen und ein trockener Boden, etwa ein Plattenfundament mit Folie darunter, helfen. Für Polster und Papier ist ein Metallhaus deshalb weniger geeignet als für Spaten und Rasenmäher.

Holzhäuser wirken wohnlicher und lassen sich leichter anpassen. Sie brauchen ein Fundament, das sie vom Boden trennt, und alle paar Jahre einen Anstrich. Tipps zum Kauf gibt der Beitrag Tipps für das Gartenhaus, eine Bauanleitung Ein Gartenhaus selber bauen.

Ob ein Gerätehaus genehmigt werden muss, hängt von Landesbauordnung, Größe und Standort ab. Kleinere Häuser sind vielerorts verfahrensfrei, Abstände zur Grenze und Vorgaben des Bebauungsplans gelten trotzdem.

Lösungen für kleine Gärten und Terrassen

Nicht jeder Garten hat Platz für ein Häuschen. Schmale Geräteschränke aus Holz, Metall oder Kunststoff passen an eine Hauswand oder Mauer und nehmen Stielgeräte, Kleinwerkzeug und ein paar Säcke Erde auf. Auf überdachten Terrassen eignen sich wetterfeste Regale. Eine Kissenbox schützt Auflagen und Kissen vor Regen und Staub. Legen Sie Auflagen nur trocken hinein und öffnen Sie die Box an sonnigen Tagen gelegentlich, sonst bildet sich Stockfleck. Eine Gartenbank mit Truhe unter der Sitzfläche ist Sitzplatz und Stauraum zugleich – mehr dazu unter Gemütlichkeit dank Gartenbank.

Werkzeug so lagern, dass es lange hält

Reinigen Sie Geräte nach der Arbeit grob von Erde und lassen Sie sie trocknen, bevor sie weggeräumt werden. Blanke Metallteile vertragen vor der Winterpause einen dünnen Ölfilm. Ein alter Trick für Handschaufeln und kleine Grabewerkzeuge ist ein Eimer mit Sand, dem etwas Öl beigemischt ist: Sie stecken das Werkzeug nach Gebrauch hinein, der Sand reibt Erdreste ab, das Öl schützt vor Rost. Holzstiele bleiben mit gelegentlich eingeriebenem Leinöl geschmeidig.

Scheren, Sägen und Messer schärfen Sie am besten vor dem Einlagern, dann sind sie im Frühjahr sofort einsatzbereit. Akkus von Gartengeräten lagern Sie frostfrei und nicht in einem sonnenheißen Metallhaus; die Herstellerangaben zum Ladezustand für die Winterpause stehen meist in der Anleitung. Was vor dem Winter sonst noch zu tun ist, fasst der Beitrag Garten, Grill, Markise und Co. winterfest machen zusammen.

Häufige Fragen

Wo lagert man Gartengeräte am besten?

Trocken, gut belüftet und nah am Garten, zum Beispiel in einem Gerätehaus, Schuppen oder in der Garage. Aufgehängt an der Wand trocknen sie schneller und sind sofort griffbereit.

Wie lagert man Pflanzenschutzmittel richtig?

In der Originalverpackung, gut verschlossen, kühl, trocken und nach Etikett meist frostfrei, für Kinder und Haustiere unerreichbar. Getrennt von Lebensmitteln, Saatgut und Futter.

Ist ein Gerätehaus aus Metall besser als eines aus Holz?

Metall ist langlebiger und pflegeleichter, neigt aber zu Kondenswasser und heizt sich stark auf. Holz ist wohnlicher und klimatisch angenehmer, braucht aber regelmäßige Pflege.

Wie verhindert man Schimmel in der Kissenbox?

Nur trockene Auflagen einlagern, die Box nicht direkt auf nassen Boden stellen und sie bei gutem Wetter gelegentlich öffnen und lüften.

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